Zusatztafel für Eibl-Denkmal

Krems ist der einzige Standort mit einem Denkmal für einen Wehrmachtsgeneral.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 03:49
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Enthüllten Zusatztafel beim Denkmal für Karl Eibl: Kulturamtsleiter Gregor Kremser, Kultur-Abteilungschefin Doris Denk, Archivar Daniel Haberler-Maier, Historiker Robert Streibel (Historikerkommission) und Bürgermeister Reinhard Resch.
Foto: Martin Kalchhauser

Im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es kein zweites Denkmal für einen Wehrmachtsgeneral. Das einzigartige Denkmal im Stadtpark, das in der Vergangenheit immer wieder für Irritationen gesorgt hat, wurde nun auf Empfehlung der Historikerkommission mit einer erklärenden Zusatztafel versehen.

Karl Eibl (1891 – 1943) war Generalleutnant der Wehrmacht und während des Krieges in Krems stationiert. 1959 wurde auf Initiative des Hesserbundes – ohne Beschluss des Gemeinderats – das Denkmal zuerst unweit der Wachaubrücke über die Krems errichtet, später dann in den Stadtpark transferiert.

Auf der Zusatztafel ist vermerkt, dass Eibl zwar nicht in Kriegsverbrechen verwickelt, aber in seiner Rolle maßgeblich am deutschen Angriffskrieg, bei dem 60 Millionen Menschen ums Leben kamen, beteiligt war. Die Tafel erklärt auch die Hintergründe, wie es zur Denkmalsetzung kam.