Wenger im Gespräch: „Bin eher ein Spätberufener“. Clemens Wenger erzählte der NÖN, wie er zur Musik fand und was ihm „Glatt & Verkehrt“ bedeutet.

Von Petra Vock. Erstellt am 21. Juli 2019 (06:15)
Ina Aydogan
Vielseitiger Musiker (Piano, Keyboard, Akkordeon) und Komponist mit Kremser Wurzeln:Clemens Wenger, mit Mira Lu Kovacs.

Clemens Wenger eröffnet am 24. Juli mit Mira Lu Kovacs das Hauptprogramm von „Glatt & Verkehrt“. Die NÖN sprach mit dem gebürtigen Kremser über das Festival und über seine musikalischen Anfänge in Rohrendorf und Krems.

NÖN: „The Urge of Night“ ist eine Uraufführung bei „Glatt & Verkehrt“. Worum geht es dabei?

Clemens Wenger: Wir wollen die Singer-Songwriter-Musik von Mira Lu Kovacs alias Schmieds Puls in ganz neuem Klanggewand präsentieren – von mir arrangiert für eine kammermusikalische Besetzung, wie man sie eher aus der Klassik kennt.

Mit 15 wusste ich noch nicht, dass ich Musiker werden will, aber ich war jedes Wochenende im Kremser Jazzclub „That‘s Jazz“.

Neben Mira Lu Kovacs kommt das Clemens Wenger Ensemble zum Einsatz. Hat es das in dieser Zusammensetzung schon gegeben?

Nein, es wurde extra für „Glatt & Verkehrt“ zusammengestellt. Wir haben uns überlegt, welche Instrumente am schönsten sind, um die Lieder von Schmieds Puls zu präsentieren. Hörner kennt man sonst eher aus der Jagdmusik. Dass wir z. B. ein Hornquartett haben, das Popsongs spielt – ich glaub, das ist eine absolute Premiere.

Sie sind nicht zum ersten Mal bei „Glatt & Verkehrt“ ...

Als gebürtiger Kremser kenne ich das Festival natürlich schon sehr lang, zuerst als Zuhörer, später als Mitwirkender, davon einige Male mit der Band „5/8erl in Ehr‘n“.

Liegen Ihre musikalischen Anfänge eigentlich in Krems?

Ich bin eher ein spät Berufener. Mein Opa aus Angern war ein begeisterter Musikant, von ihm hab ich wohl die Liebe zur Musik. Mit 15 wusste ich noch nicht, dass ich Musiker werden will, aber ich war jedes Wochenende im Kremser Jazzclub „That‘s Jazz“. Das hat mir so imponiert, dass ich dann sehr spät – mit 16 – zur Musikschule gegangen bin. Zuerst war ich Autodidakt: Ich hatte mit meinen Nachbarn in Rohrendorf eine kleine Tanzband. Nach der Matura am BRG hab ich Klavier und Komposition studiert.

Was bedeutet Ihnen als gebürtigem Kremser „Glatt & Verkehrt“?

Es ist großartig! Erstens ist die Bühne bei Winzer Krems sehr toll, dann ist unser Konzert eine Ö1-Live-Übertragung. Und ich finde das Programm von „Glatt & Verkehrt“ hervorragend kuratiert – es ist eine schöne Mischung von Musik aus aller Welt, wobei nicht einfach lieblos Leute eingeladen werden, sondern sehr interessante Gruppen. Das finde ich schön, dass wir da auch dabei sind und unsere Vision präsentieren dürfen.