Kremser Randalierer (43) drehte durch: Großeinsatz. Polizisten mehrerer Streifenwagen sowie Beamte der Einsatzeinheit gingen gemeinsam gegen einen bereits einschlägig bekannten Randalierer (43) vor. Für den Mann, der beim Einsatz ebenso verletzt wurde wie ein Polizist, endete die Sache im Häfen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 12. Februar 2021 (15:27)
Symbolbild
APA (Webpic)

Ein Notruf erreichte die Polizei am 10. Februar gegen 17 Uhr aus dem Stadtteil Rehberg. Ein bereits einschlägig bekannter 43-Jähriger, der in Krems wohnt, wollte dort in die Wohnung seiner Lebensgefährtin eindringen.

Steine gegen Hausfassade

Die Frau hatte sich aus Angst vor ihrem Partner verbarrikadiert, weil dieser in der Vergangenheit bereits mehrmals gewalttätig geworden war. Als sie ihm die Tür nicht öffnete, warf er faustgroße Steine gegen die Hausfassade, vermutlich im Bestreben, ein Fenster einzuschießen. Als sich auch dieser Versuch, in die Wohnung zu kommen, als untauglich erwies, begann der Aggressor ein Handy-Telefonat mit der Frau.

"Steche die Reifen auf!"

"Ich steche dir die Reifen deines Autos auf!", herrschte er sie am Telefon an und zeigte im Video seine Hand, in der er ein Messer hielt. Die verängstigte Frau rief den Polizeinotruf. Als die erste Streife eintraf, war der Mann verschwunden. Doch er war nicht weit gekommen, wie sich bald herausstellen sollte.

Täter war rasch gefunden

Insgesamt vier Streifenbesatzungen und die Beamten der in der Region patrouillierenden Beamten der Einsatzeinheit wurden in Rehberg zusammengezogen. In der Kremstalstraße, unweit des Tatortes, wurde der Verdächtige entdeckt. Die Polizisten, die ihn anhielten, forderten ihn auf, seine Taschen zu leeren, weil sie das Messer noch bei ihm vermuteten.

Heftiger Widerstand bei Verhaftung

"Das werden wir schon sehen, ob ihr meine Taschen leert", widersetzte sich der 43-Jährige und schleuderte plötzlich einen Gegenstand in Richtung eines Polizeibeamten. Dieser erlitt eine Verletzung im Gesicht. Bei der folgenden Festnahme leistete der Kremser massiven Widerstand und konnte erst von mehreren Beamten gemeinsam am Boden fixiert werden.  

Aggression durch Alkohol

Der Beamte erlitt Hautabschürfungen. Beim Gerangel mit den Polizisten wurde auch der  Täter verletzt (Abschürfungen, Gehirnerschütterung) und kam zur Behandlung in Polizeibegleitung ins Krankenhaus. Im Anschluss wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft in U-Haft genommen und kann nun in der Justizanstalt Krems über seine Untaten nachdenken. Wie schon bei vorangegangenen Vorfällen, dürfte auch diesmal eine starke Alkoholisierung des aggressiven Zeitgenossen für den "Ausraster"  verantwortlich gewesen sein. Er hatte 1,8 Promille Alkohol im Blut.