Burschentrio rächte Liebes-Ende brutal. Mit Verstärkung zog Verlassener (18) los, um den Nachfolger aus Krems zu vertrimmen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 14. August 2019 (05:15)
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Symbolbild

Der Anblick des neuen Freundes mit seiner Ex-Flamme brachte das Blut eines 18-Jährigen in Wallung, und das angekratzte Ego des Verlassenen trachtete nach Vergeltung. Mit Verstärkung, seinem älteren Bruder (20) und einem Freund (18), stellte er sich dem 18-jährigen Kontrahenten aus Krems für ein klärendes Gespräch in den Weg.

Beim Reden blieb es aber nicht: Der Kremser wurde von dem Trio abwechselnd festgehalten und dann prügelte es auf ihn ein. Als der 18-Jährige bereits verletzt am Boden lag, hagelte es noch Fußtritte. Mit zahlreichen Prellungen und Abschürfen ließ das Trio das Opfer dann einfach liegen.

Vor Gericht zeigten die drei Beschuldigten keinerlei Schuldeinsicht. Ja, es sei zu einem Streit gekommen, räumte das Trio ein, leugnete aber jegliche Gewaltanwendung: „Wir haben weder hingeschlagen noch hingetreten“, erklärte es dreist. Für die Verletzungen des 18-Jährigen fanden sie keine Erklärung.

Der Richter sah es nach dem Beweisverfahren anders: Er verhängte über den 18-Jährigen sechs Monate auf Bewährung. Die bislang unbescholtenen Helfer kamen mit je drei Monaten bedingt glimpflich davon.