Führt Radweg ins Lerchenfelder Nirgendwo?. Ungeteilte Freude über neue Unterführung für Radfahrer in Krems. FPÖ bemängelt fehlende Sicherheit im Lerchenfelder Industriegebiet.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 31. Oktober 2020 (06:16)
Lokalaugenschein mit Vertretern der Stadt auf der Baustelle der neuen Unterführung für Radfahrer und Fußgänger unter der Hafen- und Industriebahn: Bürgermeister Reinhard Resch, die Stadträte Alfred Scheichel und Werner Stöberl, Silvia Schmid und Patricia Trauner (Verkehrsplanung), Helmut Hardegger (Straßen- und Wasserbau) sowie Clemens Janker, Dominik Maierhofer, Walter Maier und Christian Gnadenberger (STRABAG).
NOEN

230.000 Euro investiert die Stadt Krems mit Unterstützung des Landes in die Neugestaltung der Fuß- und Radwegunterführung unter der Hafen- und Industriebahn (HIB) in Weinzierl.

Ab Dezember gibt es damit eine barrierefreie Verbindung zwischen Weinzierl und Lerchenfeld für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwägen. Bisher musste man diese eine schmale Rampe hinunter- bzw. auf der anderen Seite wieder hinaufschieben. Für die Stadt Krems ist die neue Unterführung ein wesentlicher Beitrag zu mehr „sanfter Mobilität“.

Die Freude über die Errungenschaft teilt die FPÖ allerdings nicht. In einem Dringlichkeitsantrag in der jüngsten Gemeinderatssitzung (der abgelehnt wurde) stellten die Blauen fest, dass es problematisch sei, „dass der Weg dorthin für Fußgänger und Radfahrer gefährlich bleibt“.

Der Weg führe auf Lerchenfelder Seite durch ein von Schwerverkehr stark befahrenes Industriegebiet. Dort gebe es weder einen Gehsteig noch einen markierten Geh- und Radweg. Man brauche dort, so Verkehrssprecher Martin Zöhrer, umgehend ein Verkehrskonzept, „das den vorherrschenden Schwerverkehr mit ,sanfter Mobilität‘ in Einklang bringt“.