Ärger über Bus-Chaos beim BRG Kremszeile. Seit dem Fahrplanwechsel geht es drunter und drüber. Eltern klagen über Durcheinander und weniger Busse als früher.

Von Petra Vock. Erstellt am 09. Oktober 2019 (11:21)
So schnell wie möglich in den ersten Bus! Seit der Fahrplanänderung leiden die Kremszeile-Schüler unter dem Transport-Chaos.
Johann Lechner

Die Kritik an den neuen VOR-Fahrplänen reißt nicht ab: „Seit diesem Schuljahr ist es eine Katastrophe“, macht Sarah Weiss aus Gföhl ihrem Ärger Luft und spricht damit vielen Eltern aus der Seele. Anlass ist das Chaos, das seit dem Fahrplanwechsel im August herrscht.

Besonders chaotisch sind die Zustände mittags beim BRG Kremszeile: Während mehreren Quellen zufolge früher fünf Busse auf die herausströmenden Schüler gewartet haben sollen, fahren jetzt nur noch vier Busse zum Bahnhof, und die kommen zehn Minuten später. Mit dem Ergebnis, dass sich um 13.10 Uhr eine „riesige Schülertraube bei der Bushaltestelle“ bildet, wie Elternvereinsobmann Andreas Anibass erzählt: „Und wenn dann der erste Bus kommt, drängen sich alle sofort hinein.“

„Außerdem zahle ich doch keine Buskarte, damit die Kinder erst recht zu Fuß gehen müssen

Schlimm ist der Transport-Kampf für jene Schüler, die nur wenige Minuten Zeit haben, bis ihr Anschluss-Bus am Bahnhof abfährt. Um sich das zu ersparen, stürmen viele Kinder jetzt gleich zu Fuß los. Das sei zwar nicht ungesund, aber bei Schlechtwetter eine Zumutung, wird kritisiert. „Außerdem zahle ich doch keine Buskarte, damit die Kinder erst recht zu Fuß gehen müssen“, regt sich Weiss auf. Zumal früher alles wunderbar funktioniert habe.

VOR-Sprecher Georg Huemer kann die Kritik nicht nachvollziehen, da ihm zufolge in der Kremszeile jetzt „genauso viele Busse“ eingesetzt werden wie zuvor. „Wir beobachten jedenfalls die Kapazitätslage und werden gegebenenfalls nachbessern“, stellt er aber in Aussicht.

Wohin können sich Betroffene wenden? Kritik sei per Mail an kundenservice@vor.at möglich, erklärt Huemer: „Eine Antwort sollte der Kunde binnen 24 Stunden erhalten. Bei komplexen Anliegen kann die Lösung natürlich etwas länger dauern.“