Kündigungen bei Dynea, aber nur 18 in Krems!. SPARPLAN / Rationalisierung im Chemiewerk: Von 60 blauen Briefen war zuletzt die Rede. Die Firmenleitung relativiert.

Erstellt am 25. Juli 2011 (07:24)

VON UDO SAGL

KREMS /  Ja, es stimmt! Der Dynea-Konzern reduziert derzeit in Europa rund 60 Arbeitsplätze und dies betrifft hauptsächlich Finnland, Norwegen, Deutschland und Österreich. Sylvester Schiegl, Geschäftsführer des Kremser Chemiewerks, bestätigt Meldungen über aktuelle Einsparungsmaßnahmen auf dem Personalsektor.

Unter der Belegschaft macht sich Verunsicherung breit: Zuletzt war von insgesamt 60 gefährdeten Kremser Mitarbeitern die Rede.

Schiegl relativiert: In Krems sind nur 18 Leute von der Reorganisation betroffen, die weiteren sind ein reines Gerücht. Bei uns geht es beim Personalabbau hauptsächlich um Mitarbeiter, die in internationalen Projekten tätig sind. Die derzeitige Auslastung liegt im Kremser Werk jedoch über dem Plan und ist äußerst zufrieden stellend. Wir nehmen sogar zusätzlich zwei Chemieverfahrenstechniker-Lehrlinge im Herbst auf.

Hintergrund der Rationalisierung: Durch den vor drei Monaten in Helsinki erfolgten Aufsichtsratswechsel wurden mehrere Entwicklungsprojekte eingestellt und Bereiche zusammengelegt. In der Folge werden nun europaweit Mitarbeiter freigesetzt.

Selbstverständlich wurde mit dem Betriebsrat für die betroffenen Mitarbeiter ein Sozialplan erstellt, erklärt Schiegl. Das Arbeitsmarktservice (AMS) ist direkt eingebunden. Hier agiert die Firma Dynea vorbildlich, kommentiert AMS-Abteilungsleiter Dieter Melcher.

Auf der Gerüchtebörse wird mittlerweile über einen Verkauf des Konzerns spekuliert. Dazu Schiegl: Da der Konzerneigentümer eine Private-Equity-Firma ist, wäre ein Wiederverkauf in den nächsten 18 Monaten keine große Überraschung.