Krems

Erstellt am 14. November 2018, 06:48

von Franz Aschauer

Kremser Bordell gingen die Damen aus. Nachtclub „Relax“ an Förthofer Donaulände musste wegen „Personalmangels“ schließen.

Der Eingangsbereich des Club „Relax“ in Förthof. An der Türe erfahren potenzielle Gäste per Schreiben (links) von der Schließung.  |  J. Lechner

Das Nachtgewerbe ist ein Knochenjob, sowohl für die Besitzer dementsprechender Etablissements als auch für die Bediensteten. Ein Faktum, das in der jüngeren Vergangenheit vor allem Bordelle außerhalb Wiens in ernsthafte Existenzprobleme gebracht hat.

An der Türe des Club „Relax“ in Förthof erfahren potenzielle Gäste per Schreiben (Bild) von der Schließung.  Fotos: J. Lechner  |  J. Lechner

Den Betrieb einstellen musste kürzlich auch der Club „Relax“ an der Förthofer Donaulände. Den Grund dafür erfahren die früheren Gäste gleich an der Haustüre. „Aufgrund eines Personalmangels haben wir bis auf Weiteres geschlossen.“ Dem „Relax“ sind also die Damen ausgegangen.

Aufsehen um den Nachtclub gab es schon 2016, als er zu Weihnachten Insolvenz anmelden musste. 49 Gläubiger stellten Forderungen von insgesamt 316.000 Euro. Auch das Tullner Pendant der Firmengruppe „Relax“, die ihren Sitz in Großbritannien hat, war insolvent. „Beide Niederlassungen werden mit Ende des Jahres geschlossen“, verkündete Masseverwalter Frank Riel damals.

Dennoch gab es für beide Betriebe eine Zukunft. Zumindest in Krems ist jetzt aber das Ende gekommen. In der Stadt gibt es damit noch die Freudenhäuser „Splash“ und das „Herzerlhaus“, das aber verkauft und anders genutzt werden könnte.