Anna Groiß: Mit 19 in den Gemeinderat. Anna Groiß geht für die FPÖ Langenlois auf Listenplatz drei in die Gemeinderatswahl 2020. Die Tochter von René Schimanek arbeitet seit vergangenem Herbst für Harald Vilimsky.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 31. Juli 2019 (06:42)
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Mit erst 19 Jahren hat es Anna Groiß aus Langenlois bereits zur Assistentin eines EU-Parlamentariers geschafft. Ziele hat die ambitionierte Langenloiserin trotzdem noch genug.

Auch wenn Lokalpolitik schon lange kein Altherrenbusiness mehr ist – Anna Groiß wird mit ihren 19 Jahren doch das Küken im Langenloiser Gemeinderat sein. Das Ticket dafür ist ihr mit Listenplatz drei auf der FPÖ-Liste für die Wahl Anfang 2020 so gut wie sicher. Die Freiheitlichen sind in der Weinstadt zurzeit mit vier Mandataren vertreten.

Schon mit 16 engagierte sich Groiß in der Langenloiser FPÖ, seit vergangenem Jahr ist sie im Vorstand der Stadtpartei. Die Tochter von René Schimanek, Büroleiter des ehemaligen Verkehrsministers Norbert Hofer, und Enkelin von Hans Jörg Schimanek, dem früheren Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich, studiert seit 2018 in Wien Jus und arbeitet in der Bundeshauptstadt als lokale Assistentin des blauen EU-Abgeordneten Harald Vilimsky.

 Politik-Laufbahn früher nicht denkbar gewesen

 Vor Kurzem traf Groiß ihren „Mentor“, den sie seit sechs Jahren privat kennt, im EU-Parlament in Straßburg. „So viele Menschen und Kulturen treffen hier aufeinander, und trotzdem sind sie eine Einheit“, war Groiß , die neben Deutsch und Englisch auch Spanisch und Russisch spricht, fasziniert. Im Herbst reist sie dann ins Herz der EU, nach Brüssel. Ihr Job in Wien sei es, die Dinge abzuarbeiten, die nicht vor Ort gemacht werden können. „Also vorwiegend Assistenzarbeiten wie Berichte lesen und zusammenfassen“, erzählt Groiß.

 Einsatz für Transparenz

 Probleme in ihrem Freundeskreis, der laut Groiß „eher links orientiert“ ist, gebe es wegen ihrer politischen Gesinnung nicht. Vielmehr sei es so, dass ihr Umfeld die Kandidatur positiv aufnehme und unterstütze. Nur auf Instagram gebe es hin und wieder Gegenwind. „Das sind Mittelfinger-Reaktionen von Leuten, die ich nicht kenne“, nimmt es Groiß gelassen.

Sollte sie, wie erwartet, nach der Wahl 2020 in den Gemeinderat einziehen, will sich Groiß in der Gemeindepolitik vor allem für mehr Transparenz einsetzen. „Die ÖVP gibt keine Informationen an die Oppositionsparteien heraus. Das soll sich ändern, schließlich geht es hier um Respekt.“

Ihre Zukunft sieht Groiß vorerst in der Kommunalpolitik. Später möchte sie sich auf „nationaler Ebene“ engagieren.