Aus für Fleischerei: Der „Hofi“ sperrt zu. Ende September geht Gerhard Hofbauer in Pension. Ob das Geschäft wieder aufsperrt, entscheidet der Nachbesitzer.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 21. September 2017 (05:48)
Lechner
Gibt es eine Zukunft für das Fleischhauer-Geschäft in der Schillerstraße? Gerhard Hofbauer jedenfalls geht nun einmal in Pension.

Wieder ein Traditionsbetrieb und wichtiger Nahversorger weniger: Mit Ende September sperrt Gerhard Hofbauer seine Fleischhauerei in der Schillerstraße zu. „Ich bin jetzt 61, gesundheitlich etwas angeschlagen und gehe in Pen sion“, begründet der „Hofi“ diese Entscheidung.

Bis vor zehn Jahren noch selbst geschlachtet

Seit 1955 betrieben seine Eltern Gertraud und Franz Hofbauer die Fleischerei an diesem Standort, 1983 hat Gerhard Hofbauer nach der Meisterprüfung den Betrieb mit Verkaufslokal, Kühl-, Schlacht- und Zerlegeräumen übernommen.

Bis vor etwa zehn Jahren hat er die Schweine und Rinder bei den Bauern der Umgebung eingekauft und auch noch selbst geschlachtet, damals gab es in der Fleischhauerei bis zu fünf Angestellte. Und der „Hofi“ ist einer, der überall mit dabei war und auch viele Vereine unterstützt hat: als Grillmeister, als Lieferant seiner Bratwürste oder seines legendären Leberkäses.

Gerhard Hofbauer wird das Haus verkaufen, hat diesbezüglich bereits Gespräche mit Otto Graf, Fleischhauermeister mit Betrieb in Langenlois und Filiale in Krems, geführt. Ob der das Verkaufslokal in der Schillerstraße weiterführen wird, steht allerdings in den Sternen. Fürs Erste wird die Fleischhauerei nun einmal zugesperrt, „und dann werden wir weitersehen“, gibt Graf noch nichts von seinen Plänen bekannt.