Diskussion um Lokal Liubisa: „Es ist untragbar laut“. Sie schreiten gegen Lärmbelästigung ein – und wurden dafür in sozialen Medien gescholten: Anrainer wehren sich.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 19. September 2017 (03:35)
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Symbolbild

Die Situation ist mittlerweile stadtbekannt und heiß diskutiert: Das Lokal Liubisa in der Kaserngasse ist, nicht nur aufgrund seines idyllischen Gastgartens, gut besucht. Betreiberin Simone Fragner wollte die Besucher auch mit Livemusik unterhalten – die jüngste geplante Veranstaltung war dann untersagt worden.

In sozialen Medien sogar öffentlich diffamiert

„Bei der letzten der zwei von der Behörde nicht genehmigten Freiluftveranstaltungen kam es zu einer untragbar lauten Belastung. Bis zu 90 dB an Nachbarfenstern“, haben Anrainer festgestellt – und die Behörden auf die nutzungswidrige Veranstaltung aufmerksam gemacht, die Polizei schritt ein.

In sozialen Medien wurde „ein böser Anrainer“ dann sogar öffentlich diffamiert, „nur weil wir die Einhaltung der Behördenauflagen fordern“, setzt sich das Gros der Nachbarn zur Wehr. 13 Anrainer waren damals in die Liubisa-Genehmigungsverhandlungen eingebunden gewesen und hatten die Einhaltung bestimmter Lärmschutzvorschriften gefordert. Die Behörde hat der Betreiberin Öffnungszeiten bis 22 Uhr und „keine Musik“ vorgeschrieben.

Im Vorjahr sei‘s noch erträglich gewesen, aber heuer sei es „sehr oft“ (sagen die einen) bis zu „etliche Male“ (die anderen) spät nach 22 Uhr noch laut gewesen und damit die Schmerzgrenze überschritten worden.

Nachbarlichen Frieden gibt’s halt nur durch strikte Einhaltung der Vorschriften ...