Hotel-Neubau: Ein Loisium in der Champagne. Nicht im Elsass, sondern in der Schaumwein-Region Champagne fand der Spatenstich für ein drittes Loisium-Hotel statt. Eine der Investorinnen: Susanne Kraus-Winkler.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 21. November 2020 (06:09)
Feierten den Spatenstich für das Loisium-Hotel in der Champagne: Mustafa Özdemir (Loisium Hotel Betriebsgesellschaft), Susanne Kraus-Winkler, Marie-Claude Remy (Bürgermeisterin von Mutigny), ein Champagnerwinzer und der Abgeordnete Jacques Cattin.
Loisium Group

Vor 17 Jahren wurde die Weinwelt „Loisium“ eröffnet, im November 2005, vor genau 15 Jahren, das Loisum-Hotel in der Langen Sonne. 2012 startete das Loisum-Hotel im südsteirischen Ehrenhausen, wieder finanziert von einer Investorengruppe rund um Weinwelt-Gründer Gerhard Nidetzky und Susanne Kraus-Winkler. Dieses Hotel wurde heuer im Sommer an den deutschen Investor Hans Kilger verkauft, der sich in der Südsteiermark bislang schon einige Wein-Locations gesichert hat.

Drittes Loisium-Hotel entsteht in Frankreich

Und das Investitionsrad dreht sich weiter: Kraus-Winkler, auch Obfrau des Fachverbandes Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich, nahm vor einigen Wochen als Initiatorin und Mitfinancier den Spatenstich für ein neues weintouristisches Projekt in der südfranzösischen Gemeinde Mutigny in der Champagne vor: das dritte Loisium-Spa-Resort und das erste in Frankreich.

„Der Standort passt einfach zu unserer Loisium-Idee. Dazu kommt, dass es in der Champagne keine Hotels mit moderner Architektur gibt“, beschreibt Kraus-Winkler die Lage in der Champagne-Region in der Nähe eines Nationalparks. Investiert werden über 25 Mio. Euro, die Eröffnung ist für 2022 geplant.

Damit war die Region Champagne „schneller“ als das Elsass: In der Nähe von Colmar laufen bereits seit über zehn Jahren Planungen für einen Loisium-Hotelbau. „Ein komplizierter Standort, aber wir sind im Finish“, spricht Mustafa Özdemir den dortigen Einspruchs- und Genehmigungs-Marathon an. Özdemir ist Geschäftsführer der Loisium-Betriebs-Holding, die alle Hotel-Standorte (auch weiterhin in der Südsteiermark) managt.

Ob die Expansion weitergeht? Laut Kraus-Winkler gebe es Überlegungen zu Loisium-Standorten in Deutschland, in Frankreich und eventuell auch in Italien. „Im Grunde ist jede Weinregion, vorerst in Europa, denkbar“, sei auch ein dritter Standort in Österreich nicht auszuschließen.

Derzeit läuft auch der Erweiterungsbau zum Hotel in der Langen Sonne nach Plan. Die Weinwelt soll bis zum Wiederaufsperren im Frühjahr ebenfalls einem Relaunch (neue Touren, neues Kinderprogramm) unterzogen werden.

„Wir sind jedenfalls für Nach-Corona bestens gerüstet“, sagt Mustafa Özdemir.