Fußfessel-Träger beging Straftaten. Nach Betrügereien und Misshandlungen an Partnerin muss 32-Jähriger für Jahre einsitzen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 24. September 2020 (05:12)
Symbolbild einer Fußfessel
APA (dpa)

Die Chance, sein Leben trotz einer verhängten Gefängnisstrafe in Freiheit mit einer Fußfessel führen zu können, nutzte ein 32-Jähriger aus Langenlois nicht. Obwohl er einen gut bezahlten Job hatte, beging er Bestellbetrügereien und wurde letztlich deswegen zu einer viereinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Dieser Tage bekam der Handwerker noch einen Nachschlag vom Gericht: Er wurde wegen Misshandlungen an seiner damaligen Gefährtin zu einer Zusatzstrafe von sechs Monaten verurteilt. Insgesamt muss der Langenloiser nun fünf Jahre hinter Gittern absitzen.

Den Unschuldsbeteuerungen des 32-Jährigen, dass er die Gefährtin weder geschlagen noch ihr ein Messer an den Hals gesetzt habe, glaubte der Richter nach einem umfangreichen Beweisverfahren nicht.

„Ich trug doch eine Fußfessel! Sie hätte doch nur die Polizei rufen müssen. Ich habe sie nicht geohrfeigt oder mit dem Umbringen bedroht“, beteuerte der Langenloiser immer wieder.

Mit einem Messer am Hals habe die Partnerin auch nicht die Polizei anrufen können, später habe sie die Angst abgehalten, meinte die Staatsanwältin.