Gartenbauschule geht neue Wege im Obstbau. Versuche mit alternativen Obstsorten, die viel Wärme und wenig Wasser brauchen, laufen schon seit Jahren.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 07. August 2020 (06:18)
Gartenbauschul-Direktor Franz Fuger und Michael Emberger, Abteilungsleiter Obstbau, mit Landesgüter-Direktor Josef Rosner bei einer Indianerbanane.
Erhard Kührer

Seit Jahrzehnten widmet man sich in der Gartenbauschule neben der Ausbildung in Gartengestaltung und Floristik und der Kultivierung von Zierpflanzen, Gemüse und Gehölzen auch dem Bereich Obstbau. Von der Anzucht über die Pflege, Schnittmaßnahmen bis zur richtigen Ernte und Verarbeitung der verschiedensten Obstarten wird eine umfassende Ausbildung geboten.

„Nach mehreren Probejahren haben wir vor zwei Jahren den gesamten Obstbau der Gartenbauschule auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Es war ein mutiger Schritt und ist eine große Herausforderung“, berichtet Abteilungsleiter Michael Emberger.

Im Vorjahr ist eine neue Bewässerungsanlage in Betrieb gegangen, die auch zur Frostberegnung eingesetzt wird. Dadurch konnte heuer ein Ernteausfall durch die enormen Spätfröste verhindert werden.

„Neue Wege beschreiten wir angesichts des Klimawandels auch bei der Auswahl der Kulturen“, betont Direktor Franz Fuger. So gedeihen seit fast zehn Jahren in der Gartenbauschule auch viele alternative Obstarten wie unter anderem Indianerbanane und Kaki.

Auf diese Weise werden Erfahrungen gesammelt, ob kälteempfindlichere Obstarten auch bei uns wachsen und Früchte bringen. Viele dieser Kulturen kommen mit wenig bis fast keinem Pflanzenschutz aus und benötigen auch in trockenen Jahren keine Bewässerung.