Hochwasser-Kampf an zwei Fronten: „Wir bleiben dran“. Loisbach-Anrainer fordern die Richtigstellung der HORA-Datenbank und den Bau des beschlossenen Flutschutzes.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 13. November 2019 (11:06)
Symbolbild 
Sergey Spritnyuk/Shutterstock.com

Das Hochwasser im Jahr 2002 hat immer noch Auswirkungen auf den Stadtteil Haindorf: Für das Gebiet im Abflussbereich des Loisbaches wurde ein Gefahrenzonenplan erarbeitet und in der so genannten HORA-Datenbank dokumentiert, die als Grundlage für die Bewertung der Grundstücke und Häuser in diesem Bereich herangezogen wird. Allerdings wurde laut neueren Überflutungs-Analysen die tatsächliche Bedrohungslage an vielen Stellen anders bewertet – für die Versicherungen oder Makler gilt allerdings die HORA-Datenbank.

Die Anrainer kämpfen nun an zwei „Fronten“: Einerseits haben sie schon einige Eingaben bei Bund und Land gemacht, um HORA richtigstellen zu lassen – was bislang in keiner Weise geschehen ist. Und sie fordern „endlich“ einen Hochwasserschutz, der immerhin schon 2008 im Gemeinderat beschlossen worden ist. Im Herbst 2016 gab es eine diesbezügliche Unterschriftenaktion. Derzeit wird an der Erstellung eines Einreichplanes für ein Rückhaltebecken am Sirnitzbach gearbeitet.

„Wir bleiben dran und hoffen, dass nach Errichtung dann die tatsächliche Gefahr eines Hochwassers bei Starkregen ereignissen im Loisbach- und Kampflussbereich für Haindorf der Vergangenheit angehören wird“, so Herbert Aschauer, einer der Betroffenen.