Buchtipps von Brigitta . Brigitta Dumfort (73) aus Krems erzählt von ihrer Lese-Leidenschaft & gibt Tipps.

Erstellt am 01. März 2018 (11:26)
Sophie Kronberger

Schon als kleines Kind habe ich eine Leidenschaft für das Lesen entwickelt. Zu Weihnachten habe ich immer eine Vielzahl an Büchern von Verwandten geschenkt bekommen und habe meistens bereits am Heiligen Abend das erste Buch ausgelesen. Besonders geprägt haben mich die Bücher von Erich Kästner und hier ganz besonders „Das fliegende Klassenzimmer“. Weitere Lieblingsbücher in meiner Kindheit waren „Die rote Zora und ihre Bande“ sowie „Der Trotzkopf“.

Die Lesebegeisterung hielt bis ins Erwachsenenalter an und irgendwann platzte mein Bücherregal aus allen Nähten. Daher habe ich mir vor Jahren einen Bibliotheksausweis aus der Kremser Stadtbibliothek geholt und dann mindestens ein Buch pro Woche gelesen. Mit 70 habe ich von meiner Tochter einen E-Reader geschenkt bekommen, das hat das Lesen für mich revolutioniert, da ich durch die eingebaute Lampe nun auch im Dunklen im Bett lesen kann.

Außerdem spare ich so einiges an Geld, da E-Books billiger als reguläre Bücher sind. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass viel Lesen das Gehirn auf Trapp hält. Zusätzlich löse ich regelmäßig Kreuzworträtsel, da kann ich mit meinem Literatur-Wissen punkten. Seit Jahren lese ich am liebsten Krimis und Liebesromane, daher sind meine vier momentanen Lieblingsbücher auch aus diesen zwei Genres:

Buchtipps

NOEN

„Blutige Steine“ von meiner Lieblingsautorin Donna Leon ist der vierzehnte Fall von Commissario Brunetti. Ein afrikanischer Straßenhändler wird erschossen und Commissario Brunetti versucht, dessen Identität festzustellen, doch es gelingt ihm vorerst nicht. Spannend wie immer spielt der Krimi im winterlich, kalten Venedig. Dennoch macht er, so wie alle Brunetti-Krimis, Lust, die Lagunenstadt zu bereisen. 2017 konnte ich mir diesen langjährigen Traum endlich erfüllen. Es war faszinierend, die Originalschauplätze der Donna Leon-Krimis zu sehen. Ich habe mir während meines Urlaubes öfters vorgestellt, wie Brunetti auf einem Balkon der vielen schönen Häuser sitzt und sein Frühstück mit Blick auf den Canal Grande genießt.

NOEN

Die Highland-Saga von Diana Gabaldon besteht aus momentan sechs Bänden und handelt von Claire Fraser, die in den 1940er-Jahren lebt, aber plötzlich in die Vergangenheit geworfen wird und dort im Jahr 1743 den Schotten Jamie kennen und lieben lernt. Claire ist jedoch zwischen Vergangenheit und ihrer Gegenwart hin und hergeworfen, da sie eigentlich verheiratet ist. „Der Ruf der Trommel“ ist das vierte Buch der abenteuerlichen und romantischen Saga. Hier reist Claire mit Jamie zu den amerikanischen Kolonien des 18. Jahrhunderts. Obwohl „Der Ruf der Trommel“ ganze 880 Seiten umfasst, habe ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen. Mir gefällt außerdem, dass man viel Geschichtswissen beim Lesen aneignen kann.

NOEN

Martha Grimes ist einer meiner liebsten Krimi-Autorinnen. Obwohl sie die Inspektor Jury-Romane schon seit 1981 schreibt, haben sie nichts von ihrer Spannung eingebüßt. In „Inspektor Jury und die Frau in Rot“, das 2016 in deutscher Fassung erschienen ist, stolpert Jury über einen Fall, der schon lange in den Akten liegt, ein „Cold-Case“ sozusagen. Tess ist vor 17 Jahren eine Stiege runtergefallen. Doch ihr Ehemann glaubt nicht an einen Unfall und bittet Inspektor Jury um Hilfe. Der rollt den Fall neu auf und besichtigt den Tatort von damals. Doch dann landet eine weitere Leiche vor Jurys Füßen, es ist eine Frau in einem roten Kleid, die sich von einem Turm gestürzt hat. Ein
klassischer Krimi, sehr lesenswert.

NOEN

„Dürnsteiner Würfelspiel“ ist der bereits dritte Wachau-Krimi des ehemaligen Wiener Vizebürgermeisters Bernhard Görg, der in Horn geboren wurde und in Krems in die Schule ging. Der Krimi dreht sich rund um Doris
Lenhart, Leiterin der Mordkommission Niederösterreich, eine sympathische Ermittlerin. Als ein Mädchen einen Hund begraben möchte, findet es ein Skelett und einen Würfel. Ein dubioser Chirurg und eine Kremser Gemeinderätin halten Doris Lenhart außerdem auf Trab. Als Kremserin war es besonders spannend, die verschiedenen realen Orte, die im Krimi beschrieben werden, wiederzuerkennen. Besonders die Cremeschnitten beim Café Raimitz scheinen es der Ermittlerin angetan zu haben.