Coronavirus: Positiv ohne Test

Antigentest negativ, PCR-Test nicht gestattet: Gottfried Ettenauer aus Maigen musste trotzdem in Quarantäne.

Erstellt am 17. November 2021 | 05:29
Coronavirus Corona-Test Symbolbild
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Foto: PhotoSGH, Shutterstock.com

Ein Corona-Fall sein, ohne je ein positives Testergebnis abgegeben zu haben? Die Geschichte von Gottfried Ettenauer zeigt: Das geht tatsächlich. Der Maigener (Gemeinde Weinzierl am Walde) ist seit vergangenem Freitag in Quarantäne. Inzwischen als K1-Kontaktperson.

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Gottfried Ettenauer ist seit Freitag in Quarantäne, obwohl er geimpft und nicht positiv getestet ist.
F. Aschauer

Von vorne: Ettenauers Lebensgefährtin absolvierte einen positiven Antigentest. Das Testergebnis des 50-Jährigen fiel wiederum negativ aus. Beide begaben sich in die PCR-Test straße in Krems. Dort blitzte Ettenauer mit seinem Wunsch, auch einen Test absolvieren zu dürfen, aber ab, weil es dafür keine behördliche Anordnung gab. Kurios wurde es schließlich, als das Pärchen wieder zu Hause ankam. Ein Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Krems teilte Ettenauer telefonisch mit, dass er mit sofortiger Wirkung abgesondert sei, weil er einen positiven Test abgegeben habe. „Dass mein Antigentest negativ war und ich in der Teststraße nicht einmal drangekommen bin, wollte man mir nicht glauben“, ärgert sich Ettenauer.

In der Zwischenzeit dürfte die Behörde den Irrtum bemerkt haben. Der 50-Jährige bekam am Montag einen Termin beim PCR-Drive-In im Kremser Gewerbegebiet. Ein Ergebnis war unmittelbar vor Redaktionsschluss am Dienstagmittag ausständig. In Quarantäne war Ettenauer zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch immer. Trotz gültigen Impfzertifikats meldete ihn die zuständige Behörde als Hochrisiko-Kontaktperson. Ettenauer ist mit Johnson & Johnson geimpft. Die aktuell geltenden Regeln des Landes verbieten eine Abstufung von Personen zu einem K2-Kontakt, die nur einen Stich erhalten haben und nicht als genesen gelten.  

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Bezirkshauptmann Günter Stöger: „Es ist unumgänglich, dass Fehler passieren.“
Martin Kalchhauser

Bezirkshauptmann Günter Stöger teilte auf Anfrage mit, keine Auskünfte zu Gesundheitsdaten geben zu können, räumte aber ein: „Wo gearbeitet wird, fallen auch Späne. Alleine am Montag haben wir 1.000 Bescheide ausgestellt. Da ist es unumgänglich, dass Fehler passieren.“