Langenloiser Schauspielerin: Jung, fleißig, talentiert. Die Langenloiserin Marie Theres Müller, demnächst in einer SOKO-Donau-Folge im ORF zu sehen, absolviert ihre Ausbildung mit extrem viel Begeisterung.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 28. November 2020 (06:17)
„Resi“ Müller (Mitte) im Ensemble der Freien Bühne Wieden, mit Intendantin Michaela Ehrenstein (links) und Markus Schramm.
Rolf Bock

„Ich lebe die Rollen, die ich spiele.“ Sagt Marie Theres „Resi“ Müller, seit einem Jahr Schülerin der renommierten Schauspielschule Krauss in Wien.

Wer gern ORF-Krimis schaut, wird die 20-jährige Langenloiserin – vor zehn Jahren ist sie mit ihrer Familie aus Weißenkirchen ins Kamptal gezogen – in einer Rolle der SOKO-Donau-Folge „Mannschaftsgeist“ zu sehen bekommen (die Ausstrahlung ist laut ORF-Sendeverantwortlichen Ende Dezember/Anfang Jänner geplant). Ob die „Resi“ eines der Opfer spielt, verrät sie allerdings nicht.

Verkleiden, Singen und Tanzen liegt ihr im Blut

Dass sie das Casting zu den Filmaufnahmen, die im Herbst 2019 in und rund um Wien stattfanden, geschafft hat, ist wohl ihrer Natürlichkeit und ihrer unwiderstehlichen Ausstrahlung zu verdanken. Sie selbst nennt „Talent, Freude und Fleiß“ als ihre schauspielerischen „Grundlagen“.

Ihre Begeisterung, wenn sie vom Theaterspielen spricht, ist umwerfend. Kein Wunder, dass sie sich schon bei musikalischen Schulabenden unter anderem im BORG Krems, wo sie 2018 die Matura abgelegt hat, hervorgetan hat.

Das Verkleiden, das Singen und Tanzen, das Auf-der-Bühne-Stehen scheinen ihr im Blut zu liegen. Mehrere Jahre nahm sie am Projekt „Wir sind Bühne“ teil, meisterte auch da das Casting (trotz eines vorangegangenen Radunfalls ohne Vorderzahn) mit Bravour.

Musicaldarstellerin Luzia Nistler wurde ihre Mentorin, unter ihrer Leitung konnte die „Resi“ neben dem Schulbesuch immer wieder Bühnenerfahrung sammeln. Unter anderem bei Aufführungen der Kellergassen-Compagnie. Im Herbst 2019 war sie dann Ensemblemitglied der Freien Bühne Wieden, wo sie gemeinsam mit Intendantin Michaela Ehrenstein, Felix Kurmayer und Markus Schramm in der Komödie „Liebe 360 Grad“ auf der Bühne stand.

Die Resi ist ein Energiebündel, mit extrem viel Engagement bei der Sache. Im Rahmen ihrer Schauspielausbildung möchte sie „in die Tiefe gehen“, sich selbst, ihre Emotionen kennenlernen und dann doch Rollen spielen, „die nichts mit mir zu tun haben, fern meiner Persönlichkeit sind.“

Derzeit allerdings sieht alles anders aus: „Es ist immer noch sehr schwer, sich an die jetzige Situation anzupassen“, erzählt sie, dass sie ebenso wie andere Schüler zum Teil Onlineunterricht hat, einige Fächer überhaupt ausfallen. Und es gibt auch kaum neue Theater- oder Filmprojekte, „die Branche leidet extrem unter Corona.“