Bundesheer: KSE übte Grenzschutz. Das Anfang des Jahres neu gegründete Kommando Schnelle Einsätze hatte erste Großübung am Truppenübungsplatz.

Von Franz Aschauer und Christian Leneis. Erstellt am 20. September 2017 (05:55)
Christian Leneis
KSE-Kommandant Christian Habersatter (Dritter von links) konnte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (Fünfter von links) und seine Amtskollegen Martin Stropnicky (Tschechien) und Istvan Simicsko (Ungarn) in Allentsteig begrüßen.

2.200 Soldaten aus Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und der Slowakei nahmen vergangene Woche am Truppenübungsplatz Allentsteig an der Übung „COOPSEC17“ teil. Federführend beteiligt war auch das erst heuer gegründete Kommando Schnelle Einsätze (KSE), das in der Raab-Kaserne Mautern beheimatet ist.

Geübt wurden unter anderem die Kontrolle von großen Menschenmengen, ihr Transport und die Unterbringung, die Aufklärung im Gelände zwischen Grenzübergängen mit und ohne technische Unterstützung sowie die Errichtung der notwendigen Infrastruktur im Falle eines umfangreichen Flüchtlingsaufkommens.

Es war die erste Übung, bei der mehrere Staaten ausgelotet haben, wie gemeinsamer EU-Grenzschutz aussehen kann. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil zeigte sich von der Leistung der KSE-Soldaten beeindruckt: „Hier wurde Professionalität in Perfektion gezeigt.“