Margit Böck: Geboren im Schloss

Margit Böck kam 1954 in der Mauterner Schlosskapelle zur Welt, wegen Hochwassers war Großvater Geburtshelfer.

Kathrin Vollkrann Erstellt am 09. Oktober 2021 | 05:59
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Schlossführerin Karin Tomiczek-Maier, Margit Böck und Museumsleiter Philipp Stabentheiner in der Schloss- kapelle, Böcks Geburtsort. Foto: Martin Kalchhauser
Foto: Martin Kalchhauser

Der Tag des Denkmals war für Margit Böck, geborene Lackner, ein emotionaler: „Ich wurde direkt in der Schlosskapelle geboren“, stellte sie beim Rundgang durch das Mauterner Schloss fest. Damals befanden sich in den Räumlichkeiten Wohnungen, heute steht direkt an ihrem Geburtsort der renovierte Schlossaltar.

„1954 war gerade Hochwasser, zu meiner Geburt konnten weder Arzt noch Hebamme kommen“, erinnert sich Böck. „Mein Opa ist eingesprungen und hat mich auf die Welt geholt.“

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Damals eine dramatische Situation: „Ich hatte bei der Geburt nur zwei Kilo, der Arzt meinte später, ich würde nicht überleben“, erzählt die heutige Weißenkirchnerin. „Mein Großvater hat mich dann mit Ziegenmilch aufgezogen, die er jeden Tag aus dem Waldviertel geholt hat.“

Bis zum 19. Lebensjahr lebte Böck im Schloss. Heute denkt sie gerne an die Zeit zurück: „Ich hoffe, die Kapelle wird irgendwann wieder geweiht. So würde sich der Kreis schließen.“