Knochen-Labor soll neue Maßstäbe setzen. An der „Karl Landsteiner Privatuniversität“ gibt es gute Neuigkeiten für die Bereiche Knochen-Biomechanik und Psychologie.

Erstellt am 27. März 2018 (04:20)
KL/S. Tragschitz
3D-Scanner: Im neuen Labor der Karl-Landsteiner-Privatuni will man den Knochen mit modernsten technischen Methoden auf den Zahn fühlen.S. Tragschitz

Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems) sorgte in der Vorwoche gleich doppelt für Neuigkeiten – mit einem topausgestatteten neuen „Knochen“-Labor und einer Kooperation mit dem Psychosomatischen Zentrum Eggenburg.

Mit dem neuen Labor kann die KL Krems als Medizinuni österreichweit einmalig moderne Forschungsbedingungen im technischen Bereich der Knochen-Biomechanik anbieten.

„Wir wollen durch ein besseres Verständnis der Knochenstruktur [...] ganz neue Vorhersagemöglichkeiten entwickeln.“KL-Uni-Professor Dieter Pahr

Das Labor ist mit einer Vielzahl von Spezialgeräten für modernste Messaufgaben und Analysen bestückt und soll die weltweite Wettbewerbsfähigkeit im Fachbereich Biomechanik sichern, dessen Mitarbeiter bereits in der Vergangenheit international erfolgreich waren.

„Osteoporose-bedingte Frakturen lassen sich anhand der Knochendichte allein nur schlecht prognostizieren. Wir wollen durch ein besseres Verständnis der Knochenstruktur und der Belastbarkeit von Knochen ganz neue Vorhersagemöglichkeiten entwickeln“, erklärte Dieter Pahr, Professor für Muskuloskelettale Biomechanik an der KL Krems und Leiter des Fachbereichs für Biomechanik.

Gute Nachrichten gibt es auch für die Psychologie an der KL Krems: Das 2017 gestartete Bachelorstudium Psychologie soll ja im kommenden Jahr um ein Masterstudium erweitert werden. Für die „Klinische Psychologie“, einen der beiden Schwerpunkte des künftigen Masterstudiums, wurde in der Vorwoche eine Kooperation mit dem Psychosomatischen Zentrum Waldviertel unterzeichnet.

Die Studenten sollen an der Klinik in Eggenburg praktische Erfahrung am Krankenbett sammeln und auch forschen. „Wir erwarten uns neue Erkenntnisse in der Behandlung und Prävention“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Psychosomatische Erkrankungen seien im Ansteigen. Das Land NÖ stellt 1,3 Millionen Euro für eine Stiftungsprofessur bereit.