Land will Steinbruch Wanko nicht prüfen lassen. Umweltverträglichkeitsprüfung für Sanierung und Erweiterung „nicht erforderlich“. Gemeinde reicht Beschwerde dagegen ein.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 28. März 2017 (05:22)
NOEN, NÖN
Symbolbild

Gegen Ende des vergangenen Jahres verkündete das Büro von Umweltlandesrat Stephan Pernkopf ein Feststellungsverfahren für eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Steinbruchs Wanko (die NÖN berichtete). Grund sind die Pläne der Betreiberfirma Asamer, die Nordwand zu sanieren und das Abbaugebiet Richtung Osten zu erweitern.

Mittlerweile wurde eine Prüfung seitens des Landes abgelehnt und damit auch die leisen Hoffnungen der staubgeplagten Meidlinger Bevölkerung auf ein vorzeitiges Ende der Sanierungs- und Ausbaupläne.

Für den Paudorfer SPÖ-Bürgermeister Leopold Prohaska eine unverständliche Entscheidung. „Werden die Pläne umgesetzt, bedeutet das einen gewichtigen Eingriff in die Natur. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist also absolut notwendig.“ Gemeinsam mit einem Rechtsanwalt wird die Gemeinde jetzt Beschwerde gegen den Bescheid des Landes einlegen. „Das sind wir unseren Bürgern einfach schuldig“, so Prohaska.

Gegen die Beschwerde-Einreichung waren die Mandatare der ÖVP. „Eine Beschwerde ist aussichtslos und aus Kostengründen einfach nicht sinnvoll“, behauptet Gemeinderat Martin Rennhofer.