Meidling: Jäger (80) starb im Wald, FF für Rotes Kreuz im Einsatz

Bei einem Rettungseinsatz für einen 80-jährigen Jäger aus Zwentendorf im Gemeindegebiet von Paudorf mussten Helfer von drei Feuerwehren dem Roten Kreuz assistieren. Für den Mann kam aber jede Hilfe zu spät.

Erstellt am 28. November 2021 | 12:53
Lesezeit: 2 Min
Winter Advent Schnee
Foto: NOEN, Symbolbild

Auf das Erfolgserlebnis folgte für einen Jäger aus Zwentendorf im Bezirk Tulln eine tragische Wendung. Kurz nachdem er ein Wildschwein erlegt hatte, starb er im Wald.

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Gemeinsam auf Wildschweinjagd

Der 80-Jährige aus der Gemeinde Zwentendorf (Bezirk Tulln) war am Abend des Freitags im Waldgebiet zwischen der Paudorfer Katastralgemeinde Meidling im Tal und Unterwölbing (Gemeinde Wölbling, Bezirk St. Pölten) im unwegsamen Gelände unterwegs gewesen.

Auf Jagderfolg folge Notfall

Nachdem er ein Wildschwein geschossen hatte, blieb der Jäger kurze Zeit allein bei einem Anstand im Wald. Als die anderen vier Waidmänner, die mit ihm unterwegs waren, kurze Zeit später zur Stelle zurückkehrten, fanden sie den 80-Jährigen auf dem Bauch liegend bewegungslos vor. Sofort wurde die Rettungskette aktiviert.

FF brachte Helfer in Wald

Das Rote Kreuz Krems, das einen Rettungswagen und den Notarzt entsandte, musste angesichts der extremen winterlichen Verhältnisse die Feuerwehr um Assistenz ersuchen. Die Wehren aus Meidling im Tal, Paudorf und Statzendorf kamen den Sanitätern zu Hilfe. Mit Hilfe der mit Ketten ausgerüsteten Allradfahrzeugen gelang es in kurzer Zeit, zum Patienten zu gelangen.

Drei Wehren mit 50 Helfern

"Infolge der Alarmierung zu einem Menschenrettungseinsatz waren rund 50 Helfer im Einsatz", berichtet Johannes Lechner, Kommandant der FF Paudorf, auf NÖN-Anfrage. "Der Notfallort befand sich mehr als vier Kilometer von der nächsten befestigten Straße entfernt." Leider war der Einsatz vergebens, beim Pensionisten konnte nur mehr der Tod festgestellt werden.

Herztod ist wahrscheinlich

Von der Staatsanwaltschaft wurde die Leichenbeschau durch den Gemeindearzt abgewartet. Nach dem Vorliegen des Ergebnisses wurde der Tote zur Beerdigung freigegeben, keine Obduktion angeordnet. Laut Ermittlungen konnte  sowohl Fremdverschulden als auch ein Jagdunfall mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Der Mann dürfte an plötzlichem Herzversagen gestorben sein.

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