Die kostbaren Kleinigkeiten der Kremserin Eva Niklas. Kremserin Eva Niklas hat besonderes Hobby. Ergebnisse akribischer Arbeit erstmals bei Kremser Advent zu sehen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 17. November 2019 (05:27)
Geduld, Akribie und Liebe zum Detail: Eva Niklas stellt ihr Hobby beim Kremser Advent am Wochenende in der Dominikanerkirche erstmals vor. Foto: Kalchhauser
Kalchhauser

Die ehemalige Bankangestellte Eva Niklas hat ein besonderes Hobby: Tausende Stunden steckt sie in die Fertigung von Miniaturen, die sie vor rund 30 Jahren erstmals sah und nun in der Pension selbst fertigt. Exakt im Maßstab 1:12 entstehen in der Wohnung der Frau Gebäude und Puppen, die zu Szenerien zusammengefügt werden.

„Mein Herzblut hängt an jedem einzelnen Teil“

Allein die Fertigung einer Puppe aus einem Porzellan-Rohling, bekleidet mit selbst genähtem Gewand mit Stoffen aus Holland („Die Muster müssen ja auch 1:12 sein!“), kleinen Pelzresten vom Kürschner und mit Frisuren aus Kunsthaar, erfordert stundenlange Arbeit.

Jede Kleinigkeit ist bis ins Detail perfekt. So gibt es Cupcakes, Torten und Gestecke im Millimeterbereich. Kleine Schätze zieren Deckel von Geschenkboxen, die sich etwa als „Verpackung“ für Gutscheine und Geld eignen. „Mein Herzblut hängt an jedem einzelnen Teil“, erklärt Niklas, dass sie sich von den Dingen gar nicht trennen will. Die investierte Zeit kann sie sich ohnehin nicht abgelten lassen. „Und jedes Ding hat eine eigene Geschichte.“

Mit der Präsentation ihrer Miniaturen geht die Künstlerin nun beim Advent der Stadt Krems erstmals an die Öffentlichkeit. Sie will damit auf die in Österreich noch wenig verbreitete Szene der Miniatur-Künstler hinweisen (in Deutschland und England gibt es viel mehr von ihnen) und hofft als „Solistin in Krems“ auch, Gleichgesinnte zu finden oder zu gewinnen. „Das wäre schön!“

Bis dahin aber nützt Eva Niklas ihre kleine, faszinierende Welt dazu, sich selbst Freude zu machen. „Wenn ein Empfänger ein Werk schätzt, freut einen das selbst auch. Und wenn ich an den Miniaturen arbeite, werde ich ruhiger und vergesse ich die Welt rund um mich.“