Reinhard Resch (SPÖ) bleibt Kremser Bürgermeister

Aktualisiert am 04. Oktober 2022 | 22:00
Lesezeit: 4 Min
Bereits im ersten Wahlgang war am Abend des 4. Oktobers alles klar: Mit 24 der 40 Stimmen konnte Resch ein besseres Ergebnis als 2017 erzielen.
Werbung

Altersvorsitzender Wolfgang Mahrer (KLS) hatte die Angelobung der 40 Mandatare durchzuführen und die Wahl des Bürgermeisters zu leiten.

Im ersten Wahlgang entschieden

Schon im ersten Wahlgang erzielte dabei der amtierende Stadtchef eine absolute Mehrheit. Neben seinen 24 Stimmen wurden auch sechs leere Zettel (ungültig) abgegeben. Sechs Stimmen entfielen in geheimer Wahl auf FPÖ-Chefin Susanne Rosenkranz, je zwei erhielten Werner Stöberl (SPÖ) und Dominic Heinz (NIK).

Alle Stadträte mit klaren Ergebnissen

Nach Befragung Reschs, ob er die Wahl annehme (was dieser erwartungsgemäß bejahte), gab Mahrer den Vorsitz ab und legte den weiteren Verlauf der Sitzung in die Hände des wiedergewählten Stadtchefs. Dieser hatte dann gleich die Wahl der Stadträte, die dem Proporz entsprechend auf SPÖ (5), ÖPV (3) und FPÖ (2) verteilt sind, zu leiten.

Bei der Wahl der Stadträte wurden gewählt (jeweils von 40 Stimmen):

SPÖ

  • Werner Stöberl: 40
  • Peter Molnar: 40
  • Günter Herz: 40
  • Helmut Mayer: 38
  • Eva Hollerer: 35

ÖVP

  • Martin Sedelmaier: 40
  • Bernadette Laister: 38
  • Florian Kamleitner: 35

FPÖ

  • Martin Zöhrer: 34
  • Susanne Rosenkranz: 32

Alles Stadträte wurden damit laut den Vorschlägen der einzelnen Fraktionen gewählt.

Eva Hollerer wiedergewählt

Bei der Wahl zur ersten Vizebürgermeisterin, für die die SPÖ Eva Hollerer vorschlug, entfielen auf sie 26 Stimmen. Vier lauteten auf ihren Genossen Werner Stöberl, drei auf ÖVP-Kandidat Florian Kamleitner sowie eine auf FPÖ-Frontfrau Susanne Rosenkranz.

Florian Kamleitner ist neuer Vize

Zum neuen zweiten Vizebürgermeister wurde ÖVP-Mann Florian Kamleitner gewählt. Er erhielt in geheimer Wahl 22 Stimmen. Zwölf Mandatare hatten leere Stimmzettel abgegeben, je zwei waren auf Werner Stöberl (SPÖ) und Susanne Rosenkranz (FPÖ) entfallen. Je einmal wurde der bisherige ÖVP-Vizebürgermeister Martin Sedelmaier (ÖVP) und Stadträtin Bernadette Laister (ebenfalls ÖVP) auf den Stimmzettel geschrieben.

"Momentan bin ich nicht wirklich entspannt"

Bürgermeister Resch war in seiner ersten Rede nach der erneuten Wiederwahl die Erleichterung, aber auch die Erschöpfung anzumerken, dauerten die Gespräche mit der ÖVP bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit doch bis zuletzt an. Er gehe mit "Freude, Demut und auch ein bisschen Stolz" in seine dritte Amtsperiode als Bürgermeister, wenngleich er "momentan nicht wirklich entspannt" sei, so Resch, der sich bei allen bedankte, die ihm das Vertrauen aussprachen. 

Stromkosten steigen um drei Millionen Euro

Die größte Herausforderung sieht der 67-Jährige in der Bekämpfung der "vielfältigen Krisen" unserer Zeit. Die Teuerungswelle betreffe alle Lebensbereiche. Auf die Stadt rollen wegen der steigenden Stromkosten drei Millionen Euro an Mehraufwand zu, so Resch, der in diesem Zusammenhang an die anderen Fraktionen appellierte: "Das sind Aufgaben, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Es braucht eine Zusammenarbeit aller positiven Kräfte."

Resch will Bedürftigen rasch helfen

In einem Gipfel mit Stakeholdern aus den verschiedensten Bereichen will Resch zeitnah erörtern, wie die Stadt insbesondere den sozial bedürftigen Bürgern gezielt helfen kann. Rasch wiederbeleben möchte der Rehberger die Budget-Steuerungsgruppe. Resch kündigte vor der Wahl an, noch heuer ein Budget auf den Weg bringen zu wollen. Eine Herausforderung, zumal bis dato kein Koalitionsabkommen mit einer anderen Partei besteht. Der Stadtchef bemühte sich dennoch, Zuversicht auszustrahlen und schloss seine Rede mit den Worten: "Krems sind wir alle." 

Werbung