Doris Schartner: „Negative Geschichte für mich“. Homeoffice ungeliebt, Hausputz statt Urlaub.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Mai 2020 (07:11)
Urlaubszeit wurde in den Hausputz investiert: AK-Bezirksstellenleiterin Doris Schartner brachte das Haus ihrer Familie in Stratzing auf Hochglanz.
Foto: privat

„Für mich ist diese ganze Situation negativ.“ AK-Bezirksstellenleiterin Doris Schartner hat ihre Empfindungen und Erlebnisse in der Corona-Zeit von vielen anderen Müttern bestätigt bekommen. „Die Zeit im Homeoffice war anstrengend. Mehr Zeit für irgendetwas, das in der Vergangenheit liegen geblieben ist, habe ich daher nicht gefunden.“ Die zwei Wochen Urlaub, die Schartner schon vor der Pandemie reserviert hatte, hat sie zwar nicht storniert, aber die freie Zeit mangels Alternativen für einen gründlichen Putz des Wohnhauses der Familie in Stratzing genutzt.

Die Zeit zu Hause statt im Büro sei zu einem großen Teil für Hilfe für die beiden Töchter beim Lernen draufgegangen. „Die Lehrer waren sehr bemüht, aber den Stoff selbst zu erarbeiten, braucht bei den Schülern einfach viel mehr Zeit“; zieht sie Bilanz über die Tage als Hauslehrerin. „Die Krise wurde auf dem Rücken der Mütter und der Kinder ausgetragen.“

Homeoffice („Ich kann dem persönlich nichts abgewinnen!“) sei eine besondere Herausforderung, weil man „zwar da, für die Kinder aber nicht wirklich greifbar“ sei. „Ich bin froh, wieder zum Arbeiten ins Büro fahren zu können“, meint Schartner. „Auch der räumliche Abstand zwischen Arbeit und privat ist aus meiner Sicht eindeutig ein Vorteil!“ MK