Mit Regionalität gepunktet: Schülerzahlen im Plus. Die Mittelschule Spitz schafft den Aufschwung: Im kommenden Schuljahr wird es seit Langem wieder zwei Erstklassler-Klassen geben.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 28. Februar 2021 (05:54)
Schulleiterin Ruth Eder und Ausschussobmann Raimund Pichler (stehend) und die Schüler Isabella Notz, Leonie Sigl, Angelina Zankl, Lea-Vanessa Daniel, Leon Schweighofer, Lukas Absenger, Sebastian Paminger und Emad Jawish zeigen sich stolz auf ihre Naturparkschule.
Mittelschule Spitz

Freude herrscht bei den Verantwortlichen der Mittelschule Spitz über eine Trendwende: 30 Mittelschulanfänger wurden für das neue Schuljahr angemeldet, sie werden ab dem kommenden Herbst in zwei Klassen aufgeteilt unterrichtet.

„Gute Zeiten und schlechte Zeiten gab es in den letzten Jahren“, blickt Schulausschussobmann Raimund Pichler zurück. War die Schule in den 2000er Jahren „Modellschule“ und Vorreiter für modernes Lernen, so sanken in den darauf folgenden Jahren die Schülerzahlen teilweise dramatisch, bis vor drei Jahren nur noch fünf Kinder die erste Klasse besuchten. Seitdem geht es allerdings wieder steil bergauf, im laufenden Schuljahr beispielsweise war die Schülerzahl für eine Teilung der Erstklassler knapp zu gering.

Ausrichtung als "Naturparkschule" hat sich bewährt

„Die Eltern haben die Vorteile einer kleinen, regionalen Schule erkannt“, meint dazu Schulleiterin Ruth Eder. Einerseits gäbe es in Spitz keine Schulweg-Probleme wie so oft in größeren Städten und „unsere Lehrerinnen und Lehrer können durch die relativ geringe Klassenschüleranzahl individueller auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und diese gezielt fordern und fördern“, sieht sie weitere positive Aspekte. Die Schule punkte außerdem mit ihrer Ausrichtung als „Naturparkschule“, bei der nicht nur Regionalität vermittelt, sondern auch dem Gedanken um Nachhaltigkeit und gesunden Umgang mit der Natur Rechnung getragen werde.

Ebenfalls ausschlaggebend für den Aufschwung dürfte die moderne Ausstattung an Lehrmitteln sein. „Unsere Mitgliedsgemeinden haben in den letzten Jahren sehr viel in die EDV-Ausstattung investiert“, berichtet Pichler. „Besonders interessant für Eltern und Schüler ist dabei, dass bereits im ersten Semester ein eigener Laptop zur Verfügung gestellt wird, der verstärkt im Unterricht Einsatz findet. Damit ist unsere Schule besser ausgestattet als so manche Schule in der Stadt.“