Langenloiserin Raidl: „Bin schon eine Rampensau!“. Ur-Langenloiserin Manuela Raidl interviewt bei PULS4 Rendi-Wagner und Co.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 01. August 2021 (05:47)
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„Sommergespräche 2021“: Moderatorin Manuela Raidl mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Das Gespräch mit ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz folgt am 2. August um 21.15 Uhr auf PULS4.
PULS24/Chris Glanzl

„In meinem Beruf treffe ich nicht nur bekannte Personen, sondern auch Leute, die große politische Entscheidungen treffen. Das ist eine spannende Seite meiner Arbeit“, zeigt sich PULS4-Journalistin Manuela Raidl begeistert. Das gilt umso mehr, seitdem sie dieses Jahr erstmals die PULS4-„Sommergespräche“ mit allen Parteichefs moderiert.

In der Schule zeigte sie bereits Talent beim Formulieren von Texten. Erste journalistische Gehversuche machte sie beim Standard, danach kam sie mit 19 zum St. Pöltner Lokalsender PL1. Journalistische Vorbilder hatte sie damals zwar nicht, jedoch große Freude am kreativen Umgang mit Sprache und viel Freiraum. „Ich kam gerade zum Start des Privatradios in Österreich im Jahr 1998 zu PL1. Da waren die Redaktionen voll mit Berufsanfängern und es herrschte eine freie Arbeitsatmosphäre, wie man das heute wohl kaum noch wo findet“, so die 42-Jährige.

Panne beim Interview mit Hermann Maier

Raidl ist nicht scheu, von Pannen im Arbeitsalltag zu berichten. So habe sie während eines Interviews mit Ski-Profi Hermann Maier das Diktiergerät falsch bedient, die Aufnahme fehlte. „Zum Glück war die Redaktion gleich nebenan, da konnte mir ein Kollege helfen, und Herr Maier war bereit, das Interview zu wiederholen.“

Eine große berufliche Motivationsquelle sei für sie, andere Menschen über relevante, aber oft wenig bekannte Umstände zu informieren und damit etwas bewirken zu können. „Ein Beispiel wäre einer meiner früheren Beiträge zu Weichspülern und die schädliche Wirkung, welche die darin enthaltenen Tenside auf Kleidung hat.“ Rückmeldung auf ihre Arbeit zu bekommen, sporne sie zusätzlich an.

„Aber sachliche Kritik muss man nüchtern aufnehmen und damit konstruktiv umgehen.“ Manuela Raidl

Jedoch müssten Journalisten auch eine Elefantenhaut besitzen: „Wenn man eine Sendung macht, wo Zigtausende zusehen, dann ist klar, dass man Kritik erntet. Als Frau ist da leider immer wieder auch Beleidigendes und Polemisches dabei. Aber sachliche Kritik muss man nüchtern aufnehmen und damit konstruktiv umgehen.“ Weiters sollte man gut in Sachen Zeiteinteilung sein. Als Journalist arbeitet man nicht nach fixen Zeiten. „Ich schätze diese Flexibilität und Freiheit auch in der Freizeit, wo ich mir etwa mit Spaziergängen und Yoga Ausgleich verschaffe.“

Als Moderatorin fühlt sich die selbstbewusste Frau jedenfalls im Element: „Zum Glück bin ich eine ziemliche Rampensau.“