Stausee Thurnberg wird entleert.  Neben Instandhaltungsarbeiten am Stausee Thurnberg gibt es auch Maßnahmen zum Hochwasserschutz.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. August 2019 (04:56)
G. Mayerhofer
Frederik Vavrousek lebt mit seiner Familie am Ufer des Stausees Thurnberg. Er wird uns als Junior-NÖN-Reporter während der nächsten Wochen über das Geschehen am See auf dem Laufenden halten.

Die EVN startet am 19. August 2019 mit dem Absenken des Stausees, um die geplanten Arbeiten an der Staumauer vornehmen zu können, die im Normalbetrieb des Kraftwerks nicht möglich sind. Die Entleerung des Stausees wird ca. zwei Wochen dauern. EVN-Sprecher Stefan Zach erklärt: „Entleert heißt nicht, dass kein Wasser mehr den Kamp hinunterfließt – während der Bauzeit werden weiter die Mengen, die immer ans untere Kamptal abgegeben werden, durchgelassen.“

Bauliche Maßnahmen sind während der Sommermonate optimal zu betreiben – um den Stausee als Freizeit-Hotspot nicht allzu sehr zu beeinträchtigen, hat man den Baubeginn so spät wie möglich angesetzt. Der Stausee wird Anfang September geleert sein, wenn auch die Badesaison üblicherweise zu Ende sein wird. Die Absenkung erfolgte auch in Abstimmung mit den Anrainern, Fischereiberechtigten, Wassergenossenschaften und weiteren wichtigen Stakeholdern rund um den Stausee. Die Arbeiten werden bis spätestens Jahresende abgeschlossen sein. Dann wird der Stausee wieder befüllt werden und das Kraftwerk fit für die Zukunft sein.

Der bis zu 26 Meter hohe Staudamm Thurnberg bildet nach den Staustufen Dobra und Ottenstein den Abschluss der Kette der Kampkraftwerke der EVN. Die Kraftwerke wurden in den Jahren 1949 bis 1957 erbaut und produzieren Strom aus Wasserkraft für rund 30.000 Haushalte. Sie leisten als Speicherkraftwerke einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Niederösterreich.