Navi hatte Fahrer auf Holzweg geführt. Im wahrsten Sinne "auf den Holzweg" führte sein Navigationsgerät am Abend des 5. Februar einen Lastwagenlenker im Bereich des Loibner Waldes zwischen Scheibenhof und Oberloiben. Die Feuerwehr musste den Brummi, der in unwegsamem Gelände stecken geblieben war, befreien.

Von Martin Kalchhauser und Christoph Gruber. Erstellt am 06. Februar 2020 (14:33)

Es war kurz vor 17 Uhr, als die FF Dürnstein die Kremser Kollegen zu Hilfe rief. Es galt, einen im Wald festsitzenden Lkw wieder auf den rechten Weg zurückzubringen.

Dem Navi blind vertraut

Die FF Krems näherte sich dem Notfallort über Egelsee und Scheibenhof. Wie sich herausstellte, hatte des Lenker seinem Navigationssystem zu viel Vertrauen geschenkt. Dieses hatte ihn in unwegsames Gelände gelotst. Am Holzweg, der nur für landwirtschaftliche Geräte befahrbar ist, war in einer Kurve Endstation. Ein Hinterrad rutschte weg, und der Laste steckte fest.

Lkw "schwebte" auf Kissen

Die zuerst eingetroffene Feuerwehr Dürnstein sicherte das Fahrzeug mit einem Greifzug gegen weiteres Abrutschen. Für die Bergung war jedoch der Einsatz einer Seilwinde unerlässlich. Die Dürnsteiner wiesen die Kameraden aus Krems ein. Diese positionierten die Anschlagpunkte von Seilwinde und Greifzug um und hoben den Lkw mittels Hebekissen an.

Auf festes Terrain gelotst

Während mit der Laster im Bereich der Hinterachse "schwebte", gelang es, ihn wieder auf den Weg zurückzubefördern. Nach mehrmaligen Positionsänderungen bei gleichzeitiger guter Koordination der technischen Ausrüstung gelang die Bergeaktion. Anschließend wurde der Lkw-Fahrer von den Einsatzkräften noch bis zu einem breiteren Waldweg gelotst. 

FF vier Stunden an Arbeit

Vier Stunden nach der Alarmierung der Feuerwehr Dürnstein konnten die eingesetzten Kräfte wieder einrücken. 21 Helfer der FF Dürnstein und der FF Krems standen mit vier Fahrzeugen vier Stunden lang im Einsatz.

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