Arbeitskreis wieder für „Schutz der Wachau“. Die Arbeitskreise Wachau und Welterbe Wachau haben fusioniert. Emmerich Knoll senior bleibt Vorsitzender.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 13. November 2018 (04:23)
Arbeitskreis zum Schutz der Wachau/Gruber
Vorstand des Arbeitskreises zum Schutz der Wachau: Michael Smöch (Schriftführer-Stellvertreter), Krems-Vize-bürgermeisterin Eva Hollerer, Stefan Hick (Kassier-Stellvertreter), Vorsitzender-Stellvertreter Christian Hirtzberger, Rossatz-Arnsdorf-Bürgermeister Erich Polz, Vorsitzender Emmerich Knoll, Wolfgang Winiwarter, Ehrengast Wilfried Posch (Icomos), Vorsitzender-Stellvertreter Herwig Jamek, Ehrengast Bernd Lötsch, Schriftführerin Ulrike Grünberger, Josef Mayer, Kassier Martin Eder. Nicht im Bild Vorstandsmitglied Johannes Christian Thiery.

Es gibt ihn wieder, den „Arbeitskreis zum Schutz der Wachau“: Gegründet 1972, legte die Vereinigung 2001 ihre „Schutz-Funktion“ ab (zumindest im Namen), am vergangenen Mittwoch wurden nun Namens- und Statutenänderungen sowie Mitgliederaufnahmen beschlossen.

„Bedrohung der Wachau erfolgt ,scheibchenweise‘“

Der Arbeitskreis Welterbe Wachau, vor etwa drei Jahren von Rechtsanwalt Christian Hirtzberger aus Spitz gegründet, beschloss seine Auflösung und die Verschmelzung mit dem Arbeitskreis zum Schutz der Wachau. Dessen Vorsitzender ist Emmerich Knoll senior (Vizebürgermeister in Dürnstein), der nun von zwei Stellvertretern, Herwig Jamek und Christian Hirtzberger, unterstützt wird.

„Die Bedrohung der Wachau ist weiterhin gegeben, sie erfolgt nun ,scheibchenweise‘. Da ist Widerstand notwendig“, geht es Hirtzberger darum, die Einzigartigkeit der Welterberegion Wachau mit ihren Besonderheiten zu bewahren (er hat dazu fünf Grundsatz-Punkte erarbeitet, hält Vorträge über Geologie, Geschichte und Grundsätze der Welterberegion Wachau).

Die beiden Arbeitskreise haben gemeinsam heuer schon einige Vorträge organisiert und in Sitzungen die Themen Raumplanung und Bauen thematisiert. „Eines unserer großen Ziele ist die Bewusstseinsbildung innerhalb der Wachau“, weiß Knoll auch, dass „Entscheidungen meist in anderen Gremien gefällt werden“ und die „Kooperation mit den Welterbe-Gemeinden immens wichtig ist“. Der Arbeitskreis müsse „Gespräche mit allen Seiten“ führen.

Gedankt wurde Kassier Martin Eder aus Gansbach, der sich um die Neuaufstellung des Arbeitskreises besonders bemüht hatte, sodass eine „ergebnisoffene Diskussion“ (Andreas Nunzer, ehemaliger Arbeitskreis-Vorsitzender) und damit sogar Auflösung verhindert wurde.

Die Neuausrichtung des Arbeitskreises zum Schutz der Wachau begrüßten auch die Ehrengäste der Sitzung, Welterbe-Wächter Wilfried Posch (Icomos) und Bernd Lötsch, Biologe und Pionier der Öko-Bewegung, die beide schon bei den Protestaktionen gegen das geplante Wachaukraftwerk in den 70er/ 80er-Jahren dabei waren.