Grüne in vier Gemeinden des Bezirks Krems dabei. Further und Grafenegger Kandidaten präsentiert. Keine Kandidatur mehr in Gföhl & Senftenberg.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. Dezember 2019 (12:25)
Bei den Grünen haben sich zwei neue Gemeindegruppen formiert: Bezirkssprecherin Sandra Mayer (Dritte von links) mit Gabia Böck und Jakob Schabasser (beide Furth), Sonja Traht, Monika Henninger, Brigitte Kundi und Stefan Meerskraut (alle Grafenegg, von links), die alle im Jänner kandidieren.
Martin Kalchhauser

Während es in zwei Gemeinden – Gföhl und Senftenberg – nach der Wahl 2020 keine Grünen mehr geben wird, weil die dortigen Kandidaten nicht mehr antreten, kommen zu Langenlois und Rohrendorf jetzt Furth-Göttweig und Grafenegg dazu.

Freudig präsentierte Bezirkssprecherin Sandra Mayer in der Vorwoche die beiden neuen Gruppen, die sich gute Chancen ausrechnen.

„Lebensqualität Grafenegg“ als Keimzelle für neue Gruppe

In Furth, wo es derzeit 12 ÖVP und 8 SPÖ-Gemeinderäte (das FPÖ-Mandat ist unbesetzt!) gibt, geht Jakob Schabasser (32) als Spitzenkandidat an den Start. Der Physik- und Französischlehrer am BRG Ringstraße ist nach eigenen Angaben „politisch unerfahren, aber es ist Engagement notwendig und an der Zeit für Bewusstseinsbildung“.

Auf Platz zwei auf der Liste: Gabia Böck (61), die in der Gemeinde eine kleine Pension betreibt und die Idee eines kleinen Wochenmarktes einbringen will. Erfreulich für die Grünen: Man habe rund 20 Personen gefunden, die sich auf die Liste der potenziellen Mandatare setzen lassen werden.

In Grafenegg (derzeit: 17 ÖVP, 3 SPÖ, 1 FPÖ) hat sich die neue Fraktion im Zuge der Aktivitäten der Bürgerinitiative („Lebensqualität Grafenegg“) gegen die geplante Schottergrube unweit des Ortes Kamp gebildet.

Monika Henninger (54) – sie ist als Absolventin der Universität für Bodenkultur doppelte Akademikerin und betreibt aktuell gerade erneut ein Studium – will mit ihrer Truppe aber mehr als nur das Umweltthema einbringen. Auch in sozialen Fragen gebe es in der Gemeinde Handlungsbedarf. Man werde mit zwölf Kandidaten in die Wahlbewegung starten. Nach Henninger sind Stefan Meerskraut (42), Leiter der privaten Berufsschule der ÖBB, und Sonja Traht (43), die Angestellte in einer Anwaltskanzlei ist, gereiht.

Top-Thema ist für alle der Klimaschutz

Einig sind sich die Polit-Einsteiger in den zentralen Forderungen: mehr Engagement für die Umwelt (Schabasser: „Der Klimaschutz beginnt in der Gemeinde!“) sowie mehr Transparenz im Gemeindegeschehen. Zu vieles passiere hinter verschlossenen Türen. Und: „Wir werden frischen Wind in die Gemeinden bringen!“