Neu in Grafenwörth: Balley GmbH rückte nach Osten. Balley GmbH jetzt in Grafenwörth zu Hause. Fortbestand des Unternehmens durch Nachfolger gesichert.

Von Martin Kalchhauser und Günter Rapp. Erstellt am 16. Februar 2020 (06:11)
Rudolf Balley mit seinem Prokuristen und Firmennachfolger Bernhard Berger im Büro des neuen Firmengebäudes in Grafenwörth.
Günter Rapp

Für die Kremser Rudolf Balley GmbH, bekannt für Kälte-, Klima- und Wärmetechnik, war die Verlegung des Betriebs notwendig. Standorte in Krems, Mautern, Traismauer, Grafenwörth und Gedersdorf standen zur Wahl. „Als beste Wahl zeigte sich Grafenwörth, vor allem verkehrstechnisch“, so Geschäftsführer Rudolf Balley im NÖN-Gespräch.

Firmengebäude mit Top-Energieeffizienz

Im Frühjahr war Baubeginn, im Dezember ist das Unternehmen ins neue Haus eingezogen, welches sich durch hohe Energieeffizienz auszeichnet. Im 700 m² großen Gebäude reicht eine Wärmepumpe mit einem 1-kW-Stromanschluss für die beheizte Fläche von rund 400 m². „Aktuell ist eine neue Wärmepumpe in Bau – diese ist das Neueste, das es auf diesem Gebiet gibt“, ist der 72-jährige Inhaber des 1953 gegründeten Betriebes stolz. Seit 1972 lenkt er die Geschicke.

Rudolf Balley im Großwarenlager des neuen Firmenstandorts in Grafenwörth.
Foto: Martin Kalchhauser

Balley, der seit über 35 Jahren im Bereich Wärmepumpen Erfahrung hat, ist immer öfter mit Aufträgen zur Wärmerückgewinnung aus Kälteanlagen beschäftigt. Mit seinen aktuell zwölf Mitarbeitern bewältigt er in Kooperation mit anderen Unternehmen kleine und mittlere Projekte, etwa bei privaten Auftraggebern oder aber auch in Gastronomie und Hotellerie.

Am Grundstück in Grafenwörth ist neben der Lage auch die Option auf eine Erweiterung besonders vorteilhaft. Zu den bestehenden 2.000 m² kann das Unternehmen eine Reserve von weiteren 1.000 m² nützen.

Dass es nach dem Seniorchef weitergeht, ist durch die Person des Prokuristen Bernard Berger gesichert. Er wird die Balley GmbH einmal übernehmen.

Dass er aus Krems wegmusste, schmerzt den Unternehmer etwas, „schlechte Nachred‘“ hat die Stadt beim ehemaligen ÖVP-Stadtrat aber keine: „Die Gemeinde war sehr bemüht, uns bei der Standortsuche zu unterstützen. Aber es gab einfach nichts Passendes.“