Nicht alle lieben die Fahrrad-Polizisten. Erste Erfahrungen | Mehr Präsenz in der Stadt, es erwischt dadurch aber kleine Sünder wie die Radfahrer in der Fußgeherzone.

Erstellt am 16. September 2012 (19:57)
Von Karl Pröglhöf

KREMS | Die „Fahrradpolizei“ kommt prinzipiell in der Bevölkerung gut an, weil die Präsenz der Uniformierten im Stadtzentrum deutlich zugenommen hat. Allerdings sind damit für einige auch schon negative Erfahrungen verknüpft, weil kleinere Gesetzesübertretungen nicht mehr so leicht durchgehen.

Beispielsweise werden die Radler in der Fußgeherzone ins Visier genommen. „Um 7.30 Uhr Früh ist noch genügend Platz für ein friedliches Nebeneinander von Fußgehern und Radfahrern“, ärgert sich eine ertappte „Sünderin“. Umgekehrt haben Passanten beobachtet, wie in der Mittagszeit ein wirklich flotter Pedalritter die Drahtesel-Polizisten abgeschüttelt hat.

Die Besatzung eines Müllwagens musste ihren Frühstückskaffee schneller austrinken, weil das Fahrzeug unerlaubterweise in der Fußgeherzone „geparkt“ war.

Entlang der Donaupromenade sind Hundebesitzer nicht restlos begeistert, wenn sie auf Beißkorb und Leinenpflicht hingewiesen werden.

Und nicht zuletzt erwischte es einen Polizeipsychologen in der Nähe der Wienerbrücke beim Handytelefonieren ohne Freisprecheinrichtung …

Vorerst ist der Pilotversuch auf zwei Monate befristet.