Kremser (24): „Will das Blut der Polizisten trinken!“. Tretend und beißend widersetzte sich 24-Jähriger Beamten: Nun muss der kranke Kremser in Anstalt für abnorme Rechtsbrecher.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:55)
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„Wie geht es Ihnen jetzt?“, wollte die Richterin von dem Kremser wissen, der aus der U-Haft vorgeführt wurde. Gut, er trinke nichts mehr, antwortete der 24-Jährige und zeigte sich zunächst einsichtig und gefasst.

Als die Rede auf den Vorfall am 28. Juli dieses Jahres in einem leer stehenden Wohnhaus in Krems kam, war es mit der Gelassenheit des gelernten Mechanikers vorbei.

Auch noch die Sanitäter mit dem Tode bedroht

Auf Fragen zum Geschehen, dass er als Obdachloser gewaltsam in ein Haus eingedrungen sei, sich dabei die Hände zerschnitten, und dann dort nach reichlichem Wodkakonsum (2,5 Promille) durch Geschrei und Gepolter die Polizei auf den Plan gerufen habe, wollte er nicht eingehen.

„Er kam uns mit blutigen Händen entgegen, schrie und fuchtelte herum. Er war nicht zu beruhigen und plärrte, er wolle unser Blut trinken und ging auf uns los“, schilderte ein Polizist die turbulente Festnahme mit Beißattacken und Tritten. Dann habe er noch die Sanitäter mit dem Tode bedroht.

Ein psychiatrischer Gutachter stellte beim Kremser eine Geisteskrankheit höheren Grades (paranoide Schizophrenie) fest und befand ihn zum Tatzeitpunkt für nicht zurechnungsfähig.

Da der Angeklagte keine Krankheitseinsicht zeige und ohne therapeutische Maßnahmen weitere Straftaten zu befürchten wären, befürwortete der Gutachter eine Einweisung.

Der Schöffensenat schloss sich der Expertenmeinung an: Der junge Mann wird in einer Anstalt für abnorme Rechtsbrecher untergebracht.