Liebestoller Gast bedrohte Personal in Wachauer Lokal. Als Lokalchefin dem zudringlichen Werben nicht zugetan war, wurde Alkoholisierter (45) böse.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 14. Juni 2019 (04:58)
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Symbolbild

Mit einigen Arbeitskollegen zog ein Ungar am 2. Dezember 2018 nach Feierabend um die Häuser. Bereits angeheitert, mit einigen Bechern Glühwein intus, ging es in ein Wachauer Lokal. Dort stach dem 45-jährigen Magyaren nach einigen Bieren die Lokalchefin ins Auge.

„An einen Wortwechsel kann ich mich noch erinnern“

Als die Wachauerin nicht auf die Avancen des Gastes einging, wurde der Abgewiesene ausfällig. Mangels Sprachkenntnissen verlegte sich der Alkoholisierte dann auf bedrohliche Gesten: Der Lokalchefin drohte er mit dem Erschießen, dem zu Hilfe eilenden Kellner mit dem Aufschlitzen der Kehle.

„An einen Wortwechsel kann ich mich noch erinnern, aber an keine Drohungen“, erklärte der Ungar vor Gericht, und er beteuerte: „Ich war sehr betrunken. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das gemacht habe. Ich bin keine Person, die sich so aufführt.“ Auch die Arbeitskollegen wollten sich im Zeugenstand nur an einen Wortwechsel erinnern können, aber an keine Drohungen.

Die Richterin hielt sich an die belastenden Opferaussagen und verhängte über den Ungarn wegen der Drohungen im Rausch eine Geldstrafe von 900 Euro.