Oberleutnant wegen Amtsmissbrauchs in Krems vor Gericht. Ein Oberleutnant des Bundesheeres muss sich am Mittwoch am Landesgericht Krems wegen Missbrauchs der Amtsgewalt vor einem Schöffensenat verantworten.

Erstellt am 16. März 2014 (12:26)
NOEN, Erwin Wodicka
Laut Anklage soll der Beamte einem Rekruten befohlen haben, "trotz Fehlens einer dienstlichen Notwendigkeit" mit einem Heeresfahrzeug rund 40 Grundwehrdiener von der Mannschaftsunterkunft in Allentsteig zu einer Waldviertler Diskothek zu bringen.

Dem Landesgericht zufolge trug sich der Vorfall im vergangenen Juni zu, als die Gruppe die Beendigung ihres Grundwehrdienstes feiern wollte. Als Schauplatz ausersehen war ein Lokal im Bezirk Zwettl, von dem der Rekrut die Nachtschwärmer dann auch wieder zurückfahren sollte. Die Verwendung von Heeresfahrzeugen sei ausschließlich zu den vom Verteidigungsministerium definierten Zwecken erlaubt, so das Gericht. Auch Grundwehrdiener dürften nur zu dienstlichen Aufgaben herangezogen werden.

Ebenfalls in Krems ist erst im vergangenen Herbst ein - Schlagzeilen machender - Amtsmissbrauch durch einen Bundesheer-Angehörigen verhandelt worden. Der damalige Vorwurf lautete, Chauffeur-Dienste für die nächtliche Fahrt in ein Bordell in Anspruch genommen zu haben.