„Manege frei!“ für Moritz Wagner

Erstellt am 13. März 2022 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
Kindheitstraum erfüllt: 19-Jähriger aus Mitterreith ist nun Zirkus-Artist und feierte am Wochenende sein Zirkus-Debüt.
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 Jongleure, Clowns, Pferde, Kamele, Feuerringe und Akrobaten – jeder verbindet Zirkusluft mit etwas Anderem. Einen besonderen Berufstraum verwirklichte sich der 19-jährige Moritz Wagner aus Mitterreith: Er feierte am 4. März sein Debüt als Zirkus-Artist bei der Premiere der neuen Tournee des Zirkus Aros, der in Gleisdorf in der Steiermark Halt macht.

Moritz wurde am 16. April 2002 geboren, besuchte die Sportmittelschule Zwettl und die Landwirtschaftliche Fachschule in Tullnerbach.

Im Sommer arbeitete Wagner als Fremdenführer

Ich fand Zirkus immer schon faszinierend und wollte Teil dieser Welt sein. Moritz Wagner

Im Sommer 2021 war er als Fremdenführer im Schloss Ottenstein im Einsatz, wo er sein „Publikum“ mit viel Begeisterung in die Geheimnisse des Schlosses eingeweiht und das einzigartige Papstzimmer präsentiert hat.

Den Entschluss, einmal als Artist beim Zirkus zu arbeiten, hat Moritz schon sehr früh gefasst: „Ich fand Zirkus immer schon faszinierend und wollte Teil dieser Welt sein. Das erste Mal war ich mit sechs Jahren in einer Vorstellung – ich kann mich noch ganz genau an das funkelnde, dunkelgrüne Kostüm der Luftartistin erinnern, die ihre Kunststücke am Aerial Netz performte.“ Dabei war der Traum geboren, „irgendwann selbst hoch oben in der Zirkuskuppel zu schweben und die Leute zum Staunen zu bringen.“

Akrobatik und Geräteturnen zählten auch in der Sportmittelschule zu den Sportarten, die Moritz am meisten Freude bereiteten. Vor kurzem hat er beim Zirkus Aros angeheuert und wird in der kommenden Saison Teil der Show sein: „Ich werde dieses Jahr mit einer Vertikaltuch-Performance, einem ‚Aerial Silk‘, das Publikum zum Staunen und auch ein bisschen zum Zittern bringen“, so der Jung-Artist.

Was sagen die Eltern zu seinem Beruf?

„Mit meinen Eltern habe ich richtig Glück – sie unterstützen mich voll und ganz. Nur meine Mama fürchtet sich manchmal ein bisschen, wenn ich ihr Videos von spektakulären neuen Tricks zeige.“

Zirkus bedeutet auch, ständig auf Achse zu sein. „Ich bin nun ‚quasi‘ von zu Hause ausgezogen und muss in einem Wohnwagen meinen eigenen Haushalt führen. An jeder neuen Station muss man sich dann wieder zurecht finden: Herausfordernd ist, auf einer geringen Fläche zu trainieren, kochen, essen, schlafen und zu waschen.“

Im Sommer wird der Zirkus Aros weiter in Richtung Wien ziehen. „Im Spätsommer und Herbst werden wir dann hoffentlich ins Waldviertel gehen“, so der Jung-Artist, der sich schon auf die Vorführungen in seiner Heimat freut.

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