Krems: „Rote Zonen“ in Planung. Die „Arbeitsgruppe Parken“ traf ein letztes Mal zusammen. Ein vorläufiges Endergebnis ist, dass das Zonen-Farbenspektrum erweitert werden soll.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 15. September 2021 (05:11)

Ende August 2020 tagte die „Arbeitsgruppe Parken“ zum ersten Mal. Etwas mehr als ein Jahr später traf das Gremium, das ein neues Parkkonzept für Krems erarbeiten soll, ein letztes Mal zu einer Sitzung zusammen. Die NÖN konnte erste vorläufige Ergebnisse in Erfahrung bringen.

Geplant ist unter anderem die Einführung von „Roten Zonen“, die vor allem Anrainern in Gebieten mit stark eingeschränkten Parkraumressourcen und hohem Parkdruck zugutekommen sollen. In diesen Zonen soll unter der Woche ein Parkverbot für alle Nicht-Anrainer gelten. Pro Haushalt sollen neben den kennzeichengebundenen Berechtigungsnachweisen für Anrainer zwei „Besucherkarten“ ausgestellt werden dürfen.

Außerdem sollen in den „Roten Zonen“ bestehende Fahrverbote für den Anrainerverkehr aufgehoben werden. Angedacht ist offenbar auch eine Ausweitung der Blauen Zone auf den Bahnhofplatz (aktuell Kurzparkzone und Grüne Zone) und die Utzstraße (Grüne Zone) und eine Regulierung der Bewohnerparkkarten. Sie sollen nur noch von Hauptwohnsitzern beantragt werden können.

Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel (SPÖ), der Vorsitzender der „AG Parken“ äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den inhaltlichen Punkten, sondern teilte schriftlich mit: „Nach der Behandlung aller für das neue Parksystem relevanten Maßnahmen – die behördlich auch auf die Machbarkeit geprüft wurden –, sind die Meinungen der AG-Mitarbeiter eingeholt und dokumentiert worden.“

Kritik an dem Output der AG-Sitzungen kommt indes von FPÖ-Verkehrssprecher Martin Zöhrer. Dass der Tarif kein einziges Mal behandelt worden sei, empfindet er als „die reinste Frechheit“, schließlich sei die letzte Änderung der Grund gewesen, „warum sich die SPÖ in diese Arbeitsgruppe geflüchtet“ habe. Scheichel reagiert nicht auf diese Anschuldigung, ist aber sauer auf Zöhrer: „Ich lehne seine bisherigen ständigen Beschimpfungen und die abwertende Umgangsform strikt ab.“

Die Ergebnisse der AG Parken sollen dem Gemeinderat am 1. Oktober vorgestellt, anschließend im Verkehrsausschuss beraten und Ende November in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung diskutiert werden.

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