Region Dunkelsteinerwald: Musikimpuls nimmt Fahrt auf. Zwölf Gemeinden und das Stift Göttweig nehmen am Projekt Musikimpuls teil.

Von Isabel Schmidt. Erstellt am 23. Juni 2019 (07:04)
Eine erste Veranstaltung soll im Rahmen des Viertelfestivals Niederösterreich 2020 über die Bühne gehen.
Blasmusik Herz 7

Rund um die geografische Region Dunkelsteinerwald haben sich zwölf Gemeinden und das Stift Göttweig zusammengeschlossen, um Musik und Kultur eine Bühne zu bieten. Regionale Veranstaltungsreihen sollen rund um das Thema Musik organisiert und gegründet werden. Bergern im Dunkelsteinerwald, Dunkelsteinerwald, Furth bei Göttweig, Hafnerbach, Mautern an der Donau, Nussdorf ob der Traisen, Obritzberg-Rust, Paudorf, Rossatz-Arnsdorf, Schönbühel-Aggsbach, Statzendorf und Wölbling sind die teilnehmenden Gemeinden.

Gudrun Berger, Bürgermeisterin von Furth, wirkt in der Steuerungsgruppe am Musikimpuls mit.
Martin Kalchhauser

„Wir haben dieses Projekt als Nachfolgeprojekt für die Landesausstellungsbewerbung gestartet, weil ein großes Interesse da war, etwas auf die Beine zu stellen. Diese positive Energie in der Bevölkerung wollten wir nicht abstoppen“, erzählt die Bürgermeisterin von Furth, Gudrun Berger. Ziel sei es, engagierte Persönlichkeiten zu vernetzen und „neue Dinge miteinander zu tun, die aus der Bevölkerung selbst herauswachsen“, sagt die Bürgermeisterin.

Impulse kommen von der Bevölkerung

Besonders für das Projekt ist vor allem der außergewöhnliche Weg, der zum Erfolg führen soll: Wesentliche Impulse für das Projekt kommen direkt von den Bewohnern und Kulturinitiativen. Gemeinsam mit einer Steuerungsgruppe, bestehend aus Regionalentwicklungs-, Tourismus- und Projektmanagern unterschiedlicher Organisationen sowie aus Bürgermeistern, soll an der Entwicklung des Projekts und eines Konzepts zur nachhaltigen Förderung der Initiativen aus der Region gearbeitet werden. Bereits bei den ersten Workshops, die im Vorjahr stattgefunden haben, kam ein großer Wunsch nach kultureller Aktivität und bezirksübergreifender Vernetzung zum Ausdruck.

Professionelle Unterstützung erhält die Steuerungsgruppe seit April 2019 von der Donau-Universität Krems. Die regional verortete Universität mit einem eigenen Zentrum für Angewandte Musikforschung kümmert sich um das Projektmanagement.

Der Fokus des Projekts liegt auf der Bevölkerungspartizipation. „Aus ihr heraus, für sie und mit ihr soll gearbeitet werden“, heißt es in einer ersten Presseinformation. Das Projekt soll als Initiative dienen, den kulturellen Austausch zu intensivieren, und möchte auch Menschen begeistern, die sich von bisherigen Kulturveranstaltungen weniger angesprochen fühlten.

Mitentscheiden bereits im Juni und Juli

Kulturschaffende und Personen, die gerne am Projekt mitwirken möchten, haben bereits im Juni und Juli im Rahmen von Workshops Gelegenheit, ihre Ideen und Vorstellungen zu diskutieren. Bei diesen Zusammentreffen soll nicht nur zwischen den Gemeinden und den Kulturinteressierten vernetzt werden, sondern auch noch ein finaler Name für das Musikprojekt gefunden werden. „Wie auch schon beim Programm soll auch mit dem genauen Projektnamen nichts vorgegeben werden, sondern Dinge, die aus der Bevölkerung kommen, gefördert werden“, erklärt Günter Stummvoll von der Donau-Universität Krems.

Im Heurigenlokal Polz in Rührsdorf findet am Mittwoch, 26. Juni, 18.30 Uhr, der nächste Workshop statt. Auch am Donnerstag, 27. Juni, 18.30 Uhr, gibt es im Gasthof Hirschenwirt in Nölling sowie am Donnerstag, 4. Juli, 18.30 Uhr, im Gemeindesaal Obritzberg die Möglichkeit, am Musikimpuls mitzuwirken. Im Rahmen eines weiteren Workshops im Oktober sollen dann erneut die Ideen aus den vorangegangenen drei Workshops besprochen und Arbeitsgruppen gebildet werden. Zur besseren Organisation wird um rechtzeitige Anmeldung unter guenter.stummvoll@donau-uni.ac.at gebeten.