Kremser Kino erlebt bereits zweiten Lockdown. Betreiber Peter Hauswirth kann derzeit nicht abschätzen, wann wieder gespielt wird.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. Oktober 2020 (16:39)
Im Cinemaplexx Krems steht der Betrieb seit dem 12. Oktober wieder still. Betreiber Peter Hauswirth jun. (kleines Foto): „Wann wir wieder aufsperren, hängt von vielen Faktoren ab.“
Fotos: Johann Lechner, Martin Kalchhauser

Seit dem Montag ist das Cinemaplexx Krems geschlossen. Wann wieder aufgesperrt wird, ist offen.

Seit dem 6. August hatte Peter Hauswirth jun., der neben Krems auch die Kinos in Horn (bereits seit einer Woche in der Pause) und Wolfsberg, Kärnten, (spielt derzeit noch) betreibt, hatte am letzten Wochenende nur mehr zwischen 100 und 150 Gäste pro Tag. Das bedeutet eine Auslastung von (unwirtschaftlichen) 15 bis 20 Prozent.

Im Cinemaplexx Krems steht der Betrieb seit dem 12. Oktober wieder still. Betreiber Peter Hauswirth jun. (kleines Foto): „Wann wir wieder aufsperren, hängt von vielen Faktoren ab.“
Fotos: Johann Lechner, Martin Kalchhauser

„Es ist noch nicht abzusehen, wie lange wir pausieren müssen“, kann Hauswirth Kinofreunden derzeit keine Perspektive bieten. Zurückzuführen ist der schwache Besuch neben der Angst der Besucher, sich anzustecken, vor allem darauf, dass es aktuell keine Filmstarts gibt.

„Wir haben auf den neuen James Bond gehofft“, so der Kinobetreiber. Aber der sei in der vorvergangenen Woche zum vierten Mal – wie andere Oktober-Filme auch – verschoben worden und habe ein Riesenloch in die Planung gerissen.

Auf dem Markt herrsche Stillstand, es gebe nur vereinzelt deutsche Produktionen. Normalerweise könne man sich bei der Programmgestaltung aus sechs bis sieben Angeboten pro Woche passende drei bis vier aussuchen. Aktuell liegt die Zahl an Neuerscheinungen bei 0,75.

Wie sich die Lage entwickle, hänge jedoch von vielen Faktoren ab. Derzeit höre man rundum fast nur Gerüchte, es gebe kaum gesicherte Informationen zur weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Wird das Kino überleben können? Hauswirth: „Ich sage mal: Als Firma ja, wenn wir dementsprechend Förderungen bekommen.“