Spaziergang und Entenfütterung endeten tödlich. Tödlich endeten für zwei Pensionisten aus dem Bezirk Krems an sich harmlose Unternehmungen. Ein Mann starb nach einem Sturz beim Spazierengehen im Wald, eine Frau verunglückte beim Entenfüttern und wurde tot aus der Donau geborgen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 02. März 2021 (15:17)
Mit dem mit einer FLIR-Kamera (FLIR steht für Forward Looking InfraRed) ausgestatteten Polizeihubschrauber wurde der 71-jährige Schenkenbrunner gefunden.
Polizei

Zu einem Spaziergang machte sich am Nachmittag des 28. Februar ein 71-jähriger Pensionist aus Schenkenbrunn zu einem Spaziergang auf.

Suchaktion mit Heli und Hund

Als er bei Einbruch der Dunkelheit nicht zurückgekehrt war, machten sich seine Angehörigen Sorgen und erstatteten gegen 18.30 Uhr eine Abgängigkeitsanzeige bei der Polizei. An der Suchaktion beteiligten sich neben Mitgliedern der örtlichen Feuerwehr auch Polizeibeamte, ein Polizist mit einem Suchhund und der Hubschrauber des Innenministeriums.

Infrarotkamera fand Mann

Vom Beamten, der die sogenannte „FLIR“-Kamera (der Begriff steht für Forward Looking InfraRed) an Bord des Helikopters bediente, konnte der Gesuchte kurz vor 21 Uhr in einem Waldstück unweit seines Wohnortes, in der Riede Felberleiten, entdeckt werden. Hilfe für den Mann, der vermutlich im Wald gestürzt war, kam aber zu spät. Ein Arzt konnte nur mehr seinen Tod feststellen.

In der Donau ertrunken

Tragisch endete auch eine Unternehmung einer 72-jährigen Frau aus der Gemeinde Bergern einen Tag zuvor.  Unweit des Vereinshauses des Ruderclubs entdeckte ein Spaziergänger am 27. Februar kurz nach 18.30 Uhr ihre in der Donau treibende Leiche. Wie die Nachforschungen ergaben, hatte die Pensionistin  zuvor ihren Pkw im Bereich Förthof abgestellt und war donauabwärts Enten füttern gegangen. Dabei dürfte sie ins Wasser gestürzt sein.

Futtersackerl in den Händen

Bei ihrer Bergung, die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Krems gemeinsam mit der Wasserrettung Krems durchführten, hatte die Pensionistin noch Plastiktaschen mit Futterresten in beiden Händen. Hilfe für die Frau, die schon eine Zeitlang in der Donau getrieben sein dürfte, gab es keine mehr.