Pflegequalität soll steigen: Krems kooperiert mit St. Pölten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätskliniken an der Donau und an der Traisen schauen einander gegenseitig über die Schulter. Profitieren sollen von der wissenschaftlich begleiteten Erhebung beide Häuser.

Erstellt am 22. November 2021 | 17:43
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Die Pflegerinnen und Pleger der Universitätskliniken Krems und St. Pölten am zweiten Erhebungstag im UK Krems.
Foto: Universitätsklinikum Krems

Im Zuge der "Pflegequalitätserhebung 2.0" vereinten sich die Universitätskliniken Krems und St. Pölten, um sich gemeinsam den Herausforderungen einer zentralen Erhebung der Pflegequalität zu stellen. Neben einem Überblick über die Arbeitsweisen in anderen Kliniken, stand vor allem der fachliche Austausch im Vordergrund der drei intensiven Erhebungstage.

Wissenschaftliche Begleitung

Die Erhebung wird vom Institut für Pflegewissenschaften der Medizinischen Universität Graz in Kooperation mit der Universität Maastricht (Belgien) durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine jährliche, unabhängige Messung der Pflegequalität verschiedener Kliniken. Die Pflegedirektorinnen der Universitätskliniken Krems und St. Pölten haben sich zusammengeschlossen, um Einblicke in die Behandlung und Prävention, sowie einen Überblick über das Ausmaß von Pflegeindikatoren und abzuleitende Maßnahmen ihrer Einrichtungen zu erlangen. 

Wichtiger persönlicher Austausch

„Jede Station arbeitet anders, jeder hat andere Erfahrungen. Es ist wertvoll, sich auszutauschen und zu sehen, wie unsere KollegInnen in anderen Kliniken vorgehen und wie sie ihren Arbeitsalltag gestalten“, erklärt Ulrike Marian, Stationsleiterin der Abteilung für Urologie am UK Krems. Am 10. November startete die Pflegequalitätserhebung im Universitätsklinikum St. Pölten. Stationsleiterinnen aus Krems hatten neben der eigenständigen Erhebung der pflegerelevanten Daten somit die Chance, ihren Kolleginnen in St. Pölten über die Schulter zu schauen. „Für mich war der persönliche Austausch und das vergleichen von Prozessen und Arbeitsabläufen ein persönlicher Mehrwehrt“, meinte Angelika Köck, Leiterin der HNO-Abteilung.

"Mehrwert für die Patienten"

Am 11. November übernahmen die Pflegepersonen des UK St. Pölten die Erhebung und fanden sich in Krems ein. Die Ergebnispräsentation wird voraussichtlich Anfang 2022 stattfinden. „Die Ergebnisse werden sowohl jene Bereiche hervorheben, in welchen wir besonders gute Leistung erbringen, aber auch jene Dinge aufzeigen, in welchen Handlungsbedarf besteht. Das bietet auch den uns anvertrauten PatientInnen einen Mehrwert zur Verbesserung der Pflegequalität“, erklärt Pflegedirektorin Annette Wachter.

Vergleich über die Grenzen hinaus

Vor allem der Vergleich über die Niederösterreich-Grenzen hinaus, bis hin zu Kliniken in der Schweiz und den Niederlanden, ist besonders interessant. Das Engagement ihrer Kollegenschaft weiß auch Michaela Gansch, Pflegedirektorin am UK St. Pölten, besonders zu schätzen: „Ich bin besonders stolz auf unsere Mitarbeiter. Wir kümmern uns nicht nur um zentrale Pflegethemen, und wir haben uns auch gemeinsam auf diese neue Herausforderung eingelassen.“