Bäume vereinen die Farben in Krems. Schwarz und Grün fordern gemeinsam die Einführung einer Baumschutzverordnung. Umweltgemeinderat Albert Kisling (SPÖ) reicht bestehender Baumkataster.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 07. Mai 2021 (05:29)
Machen gemeinsame Sache für mehr Bäume in der Stadt: JVP-Obmann Patrick Mitmasser und Grün-Gemeinderat Matthias Unolt.
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ÖVP und Grüne machen jetzt auch in Krems gemeinsame Sache – zumindest, wenn es um den Schutz der Bäume geht. Patrick Mitmasser, Obmann der Jungen Volkspartei und Gemeinderat Matthias Unolt fordern die Einführung einer Baumschutzverordnung. Ihr Vorhaben soll der Grün-Mandatar bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 26. Mai artikulieren.

Die konkreten Forderungen des Jung-Politiker-Duos: „Für jeden Baum, der im Kremser Kerngebiet, aus welchen Gründen auch immer, auf öffentlichem Grund gefällt wird, müssen drei neue Bäume gepflanzt werden. Dies soll ein weiterer Anreiz sein, ältere, aber gesunde Bäume zu erhalten“, erklärt Mitmasser. Die Ersatzpflanzungen müssen spätestens ein Jahr nach der Fällung und in einem Umkreis von maximal 250 Metern erfolgen. Zudem solle im Sinne der Transparenz für jeden umgeschnittenen Baum eine Begründung öffentlich zugänglich gemacht werden.

Unolt ergänzt die Dringlichkeit des Themas: „Viele besorgte Bürger und Bürgerinnen schicken mir vermehrt Mails, in denen sie ihren Unmut äußern, dass sie Fällungen nicht nachvollziehen können.“

Keinen Bedarf für eine Baumschutzverordnung sieht Umweltgemeinderat Albert Kisling (SPÖ), der auf den Baumkataster verweist. Durch diesen sehe man mehr Vorteile und eine bessere Betreuung der Bäume. Und: „Dass für jeden Baum, der in der Stadt gefällt werden muss, meist mehrfache Ersatzpflanzungen gemacht werden, ist für die Mitarbeiter der Stadt bereits gelebte Praxis.“ Unterstützung für Mitmassers und Unolts Pläne kommt vom zweiten Umweltgemeinderat, Martin Sedelmaier (ÖVP): „Ich befürworte das. Es bedarf eines Schutzes für Bäume im städtischen Bereich.“