Positiver Corona-Test: Ordination geschlossen . Mitarbeiterin des Lengenfelder Allgemeinmediziners Rainer Ludhammer hat das Coronavirus. Umstellung auf "Telefonordination" vollzogen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 27. März 2020 (13:38)
Symbolbild
Nataly Mayak/shutterstock.com

Rainer Ludhammer verspürt aktuell keine Symptome: "Ich fühle mich fit."
Martin Kalchhauser

Eine Mitarbeiterin des Lengenfelder Gemeindearztes Rainer Ludhammer ist am Coronavirus erkrankt. Die Dame habe grippeähnliche Symptome gezeigt und sei deswegen seit vergangenen Donnerstag in Krankenstand, erzählt der Allgemeinmediziner im Gespräch mit der NÖN. Er habe am Mittwoch von dem positiven Test erfahren, die physische Behandlung von Patienten ist eingestellt. 

Medikamentenbestellungen möglich

Ludhammer führt nun eine "Telefonordination", in der er medizinische Beratungen durchführt und Krankmeldungen bearbeitet. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Medikamente telefonisch vorzubestellen und Bestelllisten vor Ort beim Feuerwehreingang abzulegen oder in den Arztbriefkasten zu werfen. "Anfallende Gebühren werden von uns registriert. Wir verlassen uns auf Ihre Ehrlichkeit und Sie bezahlen, 'wenn die Luft wieder rein ist'", appelliert Ludhammer in einer schriftlichen Kundmachung an seine Patienten. Die Medikamentenzustellung wird von der Gemeinde organisiert. 

Ludhammer muss wohl in Quarantäne

Angst, sich selbst mit dem Coronavirus infiziert zu haben, hat Ludhammer nicht. Er fühle sich fit und bisher seien keine Symptome aufgetreten. Der Mediziner erwartet aber einen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft, sich in Quarantäne begeben zu müssen. Die Nachricht von der infizierten Ordinationsmitarbeiterin verbreitete sich in Lengenfeld wie ein Lauffeuer, besorgte Patienten riefen bei Ludhammer an und fragten, ob sie Angst haben müssen. "Ich habe das überprüft. Niemand hatte unmittelbaren Kontakt mit der Infizierten", beruhigt er.

Fast keine Patienten mehr

Schwerwiegende Auswirkungen hat die Ordinationsschließung für Lengenfeld aktuell nicht. In den vergangenen Tagen seien insgesamt ohnehin nur zwei bis drei Patienten gekommen, sagt Ludhammer. Auch die Medikamentenbestellungen seien zurückgegangen.