Bürgerbefragung: Nur wenige entschieden. 139 von über 1.000 Wahlberechtigten in Lengenfeld stimmten ab, wie das „Haus der Begegnung“ künftig aussehen soll.

Von Christian Leneis. Erstellt am 01. Juni 2017 (06:07)
Christian Leneis
Bürgermeister Christian Kopetzky zeigt die Pläne vom zukünftigen Aussehendes „Haus der Begegnung“. Foto: Leneis

Wenig Interesse zeigten die Lengenfelder an der Entscheidung, wie das „Haus der Begegnung“ (das nicht nur die Nachmittagsbetreuung beherbergen, sondern auch die Volksschule und den Kindergarten erweitern wird) künftig aussehen soll. Und das, obwohl von der Bevölkerung im Vorfeld der Planungen ein Mitspracherecht gefordert wurde.

Es war wohl erstmalig im Bezirk Krems, dass sich mehrere Architekten in einem Wettbewerb an einer Ausschreibung beteiligen sollten. Letztendlich waren es drei Projekte, die der Bevölkerung vorgelegt wurden.

In einer nichtöffentlichen Sitzung am vorigen Montag haben dann die Vertreter des Gestaltungsbeirats des Landes Niederösterreich (als drei Stimmen gezählt), die Repräsentanten der Marktgemeinde Lengenfeld mit ihrem Beratungsstab (zwei Stimmen) und eben die Bevölkerung (als eine Stimme gezählt) sich mit Sechs zu Null Stimmen für eines der Projekte entschieden. Im Beratungsstab der Gemeinde waren auch die Direktoren der Volksschule und des Kindergartens vertreten.

Bürgermeister Christian Kopetzky: „Schade, dass so viele Lengenfelder ihr Mitspracherecht nicht wahrgenommen haben.“ Er hat bereits mit der Landesregierung Kontakt aufgenommen, um die Finanzierung des Projektes mit möglichst vielen Förderungen zu sichern.

Zudem müssen noch von der Schul- und Kindergartenbehörde des Landes die gesetzlichen Anforderungen geprüft werden. Baumeister Franz Nicht (unabhängiger Berater der Gemeinde) sowie Architekt Thomas Tauber, Richard Zeitl huber und Helmut Haiden vom Gestaltungsbeirat des Landes gaben jedenfalls „grünes Licht“ für alle weiteren Schritte.