Flüchtling wird nicht nach Afghanistan abgeschoben!. In der Schule der Schulschwestern wurde Samstagnacht ein junger Afghane festgenommen und abgeführt. Gegen seine Abschiebung wurde erfolgreich protestiert!

Von Redaktion APA. Update am 10. Dezember 2019 (11:41)
Vor der Schule in Haindorf und anschließend bei einem Marsch durch Langenlois demonstrierten am Montagvormittag die Schüler ihre Solidarität mit dem abgeschobenen Flüchtling. Mit dabei in vorderster Reihe: Bürgermeister Harald Leopold und Klaus Doujak, Leiter der Höheren Lehranstalt für Sozialmanagement.
Johann Lechner

Ziaulrahman Zaland, der wegen eines negativen Asylbescheids in der Nacht auf Sonntag im Klausurbereich der Franziskanerinnen in Langenlois (Bezirk Krems) festgenommen worden war ( wir hatten berichtet, siehe hier  und unten), ist laut Kathpress am Montag um Mitternacht aus der Schubhaft entlassen worden. Er sei wieder im Kloster.

War ein Schüler der Fachschule der Schulschwestern: Ziaulrahman Zaland (22).
privat

Der 22-Jährige dürfe vorerst in Österreich bleiben, müsse sich aber nun regelmäßig bei der Polizei in Langenlois melden. Dies gelte als "gelinderes Mittel" bis zur "endgültigen Klärung der Rechtslage", sagte Charlotte Ennser von der Flüchtlingsinitiative Langenlois, so Kathpress.

Es seien "emotionale 48 Stunden" gewesen, meinte Ennser über die Zeit von der Verhaftung bis zur Entlassung. Sie sprach den Mitschülern Zalands, der Ordensschule, den Franziskanerinnen sowie der lokalen Bevölkerung, die mit ihrem Einsatz die Abschiebung des 22-jährigen Schülers verhindert hätten, den Dank aus.

Nicht zuletzt dankte die Flüchtlingsinitiative auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, "der sich für Zia eingesetzt hat". Die Schulschwestern hatten noch am Sonntag eine Petition an das Staatsoberhaupt gerichtet, die als mutwillig empfundene Abschiebung von Zaland zu stoppen.

Massive Kritik kam hingegen von der FPÖ: