Prozess gegen Rinke: "Stellung ausgenützt". Gericht / Ex-Bürgermeisterin steht am Freitag vor Gericht: Sie soll bei ihrer letzten Amtshandlung im Rathaus eine Straftat begangen haben.

Von Jutta Hahslinger und Udo Sagl. Erstellt am 08. September 2014 (08:22)

KREMS / „Untreue unter Ausnützung einer Amtsstellung“, lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegen Inge Rinke, die frühere Bürgermeisterin von Krems.

Vor ihrem Rücktritt 2012 soll die Stadtchefin noch die letzte Gelegenheit beim Schopf gepackt haben, einer Vertragsbediensteten – ihrer treuen Sekretärin – eine außerordentliche Vorrückung von drei Entlohnungsstufen in der Höhe von 227,10 Euro monatlich zukommen zu lassen. Die Anordnung soll Rinke in Eigenregie, ohne Gemeinderatsbeschluss der Stadt Krems, getroffen haben. Rinke beteuert, sie habe lediglich im Sinne der Gerechtigkeit eine bereits mehrfach mündlich versprochene Anpassung des Gehalts in die Tat umgesetzt.

Am kommenden Freitag muss sich die Ex-Stadtchefin vor der Kremser Strafrichterin Monika Fasching-Lattus verantworten. Strafandrohung: Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren!