Kollegen in Krems das Gesicht zu Brei geschlagen. Streit zweier alkoholisierter Arbeiter in Krems eskalierte und endete mit Schwerverletztem.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:11)
Symbolbild
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Ein Streit zweier Bauarbeiter aus der Slowakei am 17. Mai vergangenen Jahres verlagerte sich von deren Unterkunft in Krems auf die Straße. Anrainer bekamen die lautstarke Auseinandersetzung der sichtlich alkoholisierten Männer mit und verständigten die Polizei.

Beim Eintreffen der Polizei nur gesagt: „Ich will schlafen“

Als die Gesetzeshüter eintrafen, war der Raufhandel auf offener Straße bereits vorbei und ein Mann lag mit schweren Gesichtsverletzungen (blaues Auge, gebrochene Augenhöhle und Jochbein, Bruch des linken Oberkiefers) im Bett und wollte nur seine Ruhe: „Ich will schlafen“, erklärte er den Beamten, die eine medizinische Versorgung veranlassten.

Als es dann daran ging, den Kontrahenten zu befragen, schlug dieser wild um sich und widersetzte sich den Beamten. Letztlich wurde der Renitente zu Boden gebracht, wobei ein Polizist eine Verletzung (Ellbogenprellung) erlitt.

Vor Gericht gab der 24-jährige Slowake einen Streit mit dem Kollegen zu, und er beteuerte eine Notwehrsituation.

„Er hat dem dünnen Mann einen Faustschlag versetzt“, erklärte eine Zeugin, und letztlich wurde der Slowake wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 18 Monaten bedingt verurteilt. Weiters muss er an den Polizisten 820 Euro Schadenersatz leisten. Das Opfer hatte es vorgezogen zu schweigen, keine Forderungen zu stellen und gar nicht zum Prozess zu kommen.