"Quelle für die Seele!". Pfarrjubiläum | Bischof Klaus Küng zelebrierte die Festmesse zum 1000-Jahr-Jubiläum der Pfarre St. Veit. Damit wurde auch der Abschluss der großen Renovierungsphase gefeiert.

Von Karl Pröglhöf. Erstellt am 17. Juni 2014 (06:01)
NOEN, Stadler
Bischof Klaus Küng entzündete zu Beginn des Festgottesdienstes die von Papst Franziskus gesegnete Millenniumskerze.

KREMS | Mit dem Entzünden der von Papst Franziskus in Rom gesegneten Millenniumskerze eröffnete Diö zesanbischof Klaus Küng im Dom der Wachau am Sonntag den Festgottesdienst zum 1000-jährigen Bestehen der Pfarre St. Veit.

Damit wurde zugleich der Abschluss der großen Renovierungsetappe gefeiert. „Die größte Kirche der Diözese präsentiert sich wunderbar und beeindruckend“, dankte der Bischof allen Beteiligten. Er verwies aber gleichzeitig darauf, dass es trotz der Fresken von Martin Johann Schmidt nicht um ein Museum gehe, sondern um eine „Quelle für die Seele“.

Auch Bürgermeister Reinhard Resch bezeichnete die Pfarrkirche als „lebendiges und spirituelles Kraftzentrum der Stadt“, die mit der Pfarre zutiefst verwurzelt sei, wie die Gelöbniswallfahrt seit Jahrhunderten beweise.

Stadtpfarrer Franz Richter erwähnte dennoch, dass es nicht nur ein Feierjahr, sondern auch ein „Pleitejahr“ sei, weil die Pfarre ein Viertel der Sanierungskosten von 4 Millionen Euro zu tragen habe. Man sei aber dank der vielen Initiativen, auch des Domfreunde-Vereins, auf einem guten Weg.

„Die besten Grüße der Partnerstadt“ überbrachte der Zweite Bürgermeister der Stadt Passau. Urban Mangold hob hervor, dass die Freundschaft zwischen den beiden Donaustädten Krems und Passau bereits seit 40 Jahren bestehe, 25 Mal länger liege aber die Entstehung der Pfarre Krems-St. Veit zurück. Der Städtepartnerschaft Krems-Passau wünschte Mangold weiterhin eine „gute Zukunft“.

„Ich glaube, wir tun gut daran, dass wir uns wieder an Werten orientieren, die über 1.000 Jahre gezeigt haben, dass sie gute und verlässliche Werte sind“, so Landeshauptmann Erwin Pröll. Das seien die christlichen Werte wie „Respekt vor der Schöpfung, Nächstenliebe, Toleranz und auch das Denken in Generationen“. Der Dom der Wachau sei ein kulturelles Erbe, und es liege in der gemeinsamen Verantwortung, „dieses an die kommenden Generationen weiterzugeben“. Deshalb sei auch das Engagement in der Denkmalpflege seitens des Landes so groß. Der Landeshauptmann bedankte sich unter anderem bei Diözesanbischof Küng, der Pfarre, dem Kulturamt des Landes Niederösterreich und den Domfreunden für die Zusammenarbeit. Er sprach von einem „Engagement, das darauf hinweist, dass wir einen Weg des Miteinanders, Zusammenhalts und Denken in Generationen gehen“. Dies solle fortgesetzt werden, damit der Dom der Wachau „Orientierung und Halt geben und Handlauf sein“ könne.

Bei der Festmesse waren Generalvikar Eduard Gruber, wie Helmut Buchecker ein früherer Stadtpfarrer, ebenso dabei wie die Prälaten Josef Eichinger und Franz Schrittwieser, Dechant Norbert Buhl sowie von den Partnerkirchen Roswitha Petz und Cornel Prejban, außerdem Bezirkshauptmann Elfriede Mayrhofer und die beiden Vizebürgermeister Wolfgang Derler und Gottfried Haselmayer.